Del Potro beendet Andy Roddicks Karriere

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Ein ganz Großer der Tennis-Szene hat sich am Mittwochabend für immer von der aktiven Bühne verabschiedet.

Andy Roddicks Karriere ist nach seiner Achtelfinal-Niederlage gegen Juan Martin del Potro zu Ende.

Der Argentinier entschied das mit Spannung erwartete Match gegen den US-Amerikaner mit 6:7 (1), 7:6 (4), 6:2 und 6:4 für sich.

Emotionale Abschiedsrede

Roddick hatte vor Turnierbeginn angekündigt, nach den US Open das Racket in die Ecke zu stellen und stand nach dem Aus gegen del Potro zu seinem Wort.

In einer emotionalen Rede nahm der 30-Jährige Abschied. "Seit meiner Kindheit komme ich hier her und war immer glücklich", richtete er ein großes Kompliment an die Veranstalter in Flushing Meadows.

"Ich habe jeden Moment geliebt - damals als Kind und heute als Profi." Roddick hoffe, eines Tages wieder - in anderer Form - zurückzukommen.

"War nicht immer einfach"

"Es war ein langer Weg. Viele Ups, viele Downs. Und es war nicht immer einfach mit mir", zeigte er sich selbstkritisch, um anschließend bei Fans und Familie "danke" zu sagen.

Aus ganzem Herzen möchte ich sagen, dass ich euch alle liebe", ließ er die Zuschauer vor Ort wissen. "Auch bei meiner Familie möchte ich danke sagen, dass ihr immer für mich da wart."

Roddick gewann im Laufe seiner Karriere 32 Turnier, darunter die US Open 2003. Für 13 Wochen stand er zudem an der Spitze der Weltrangliste.

Del Potro nun gegen Djokovic

In Wimbledon erreichte er zudem dreimal das Endspiel, scheiterte aber jeweils an Roger Federer. In puncto Preisgeld gelang es ihm, rund 20,5 Millionen Dollar einzuspielen.

Während er sich nun seiner Andy Roddick Foundation kümmern kann, wartet auf del Potro mit Novak Djokovic ein harter Brocken im Viertelfinale.

Der Titelverteidiger und sein serbischer Landsmann Janko Tipsarevic haben ebenfalls den Schritt ins Viertelfinale geschafft.

Tipsarevic bezwingt Kohlschreiber

Der als Nummer zwei gesetzte Djokovic führte gegen Stanislas Wawrinka 6:4,6:1,3:1, als der Schweizer aufgab.

Tipsarevic, der im Oktober in der Wiener Stadthalle spielen wird, setzte sich ebenfalls als Favorit gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber mit 6:3,7:6(5),6:2 durch.

Die Russin Maria Sharapova und die Italienerin Sara Errani stehen bei den Damen schon im Halbfinale.

Das Dutzend ist voll

French-Open-Siegerin Sharapova gewann gegen die Französin Marion Bartoli auch ihr zwölftes Dreisatzspiel des Jahres, die Weltranglisten-Dritte setzte sich nach mehr als zweieinhalb Stunden mit 3:6,6:3,6:4 durch.

Sharapova trifft nun auf die Nummer 1, die Weißrussin Victoria Azarenka, gegen die sie heuer im Finale der Australian Open klar verloren hatte.

"Das wird eine große Herausforderung, aber ich freue mich auf die Möglichkeit zur Revanche", sagte Scharapowa. In New York steht sie erstmals seit ihrem Titel 2006 wieder in der Runde der besten vier.

Italienisches Duell an Errani

Die Matches in Flushing Meadows hatten wegen neuerlichen Regens mit zwei Stunden Verspätung begonnen.

Danach machte Errani, die Nummer 6, gegen ihre Freundin und Doppelpartnerin Roberta Vinci (20) mit 6:2,6:4 rasch alles klar.

French-Open-Finalistin Errani steht mit 25 Jahren in ihrer bisher besten Saison (4 Titel) als erste Italienerin in New York unter den letzten vier.

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