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Murray kämpft sich nach 0:2 zurück

Eine der großen Favoritinnen ist am Freitag bei den mit 23,718 Mio. Dollar dotierten US Open ausgeschieden.

Die als Nummer drei gesetzte Maria Sharapova, die sich unter anderem mit dem Sieg in Cincinnati in den Kreis der Sieganwärter gespielt hatte, lieferte mit ihrer 3:6,6:3,4:6-Niederlage die bisher größte Überraschung des Turniers bzw. ihre Bezwingerin Flavia Pennetta aus Italien.

Vor dem Aus stand auch Andy Murray. Die Nummer 4 des Herrenturniers lag gegen den Niederländer Robin Haase 0:2-Sätze zurück, ehe er den Spieß noch umdrehte.

Nicht in die Gänge gekommen

Der Schotte, der immer noch auf seinen ersten Grand-Slam-Titel wartet, setzte sich letztlich mit 6:7,2:6,6:2,6:0,6:4 durch.

"Ich weiß es nicht", antwortete Murray auf die Frage, wie er denn das Match noch gedreht hat. "Ich habe mich in den ersten beiden Sätzen schlecht bewegt und habe viele Fehler, die ich sonst nicht mache, begangen. Danach habe ich mich gezwungen, mich besser zu bewegen."

Warum er so langsam gestartet ist, konnte er nicht begründen. "Man hat halt einfach manchmal solche Tage." Der Finalist von 2008 war 2009 im Achtelfinale und im Vorjahr schon in Runde drei ausgeschieden.

Zu fehlerhaft

Während Murray noch jubeln konnte, musste Sharapova ihre Koffer packen.

Nach 60 unerzwungenen Fehlern und zwölf Doppelfehlern musste man sich nicht wirklich wundern, dass es für die Russin nicht zum Weiterkommen reichte.

"Es ist enttäuschend, in New York zu verlieren. Das macht niemandem Spaß, weil wir arbeiten, um zu gewinnen", sagte Sharapova.

Guter Boden für Pennetta

Für Pennetta, die in Flushing Meadows 2008 und 2009 schon im Viertelfinale gestanden war, war es ein Riesenerfolg.

"Das war einer meiner schönsten Siege überhaupt, und so wird es auch bleiben", erklärte die Italienerin, die im Achtelfinale gegen Peng Shuai gute Chancen auf einen neuerlichen Einzug unter die letzten Acht hat.

In der gesamten unteren Tableau-Hälfte gibt es somit keine verbliebene Grand-Slam-Siegerin mehr.

Lösbare Aufgabe

Paszek-Bezwingerin Monica Niculescu aus Rumänien steht schon im Achtelfinale und hat mit der ebenfalls überraschenden Deutschen Angelique Kerber eine bezwingbare Gegnerin.

Weiters treffen Maria Kirilenko und Samantha Stosur sowie Sabine Lisicki und die Nummer zwei, Vera Zvonareva, aufeinander.

Der deutschen Wimbledon-Halbfinalistin Lisicki könnte durchaus ein neuerlicher Vorstoß unter die letzten Vier gelingen - wenn nicht sogar mehr. Am Samstag wird das Achtelfinale der Damen komplettiert.

Schmerzhafte Angelegenheit

Nur zwei Sätze musste der als Nummer zwei gesetzte Titelverteidiger Rafael Nadal spielen. Bei einer 6:2,6:2-Führung gab Gegner Nicolas Mahut (FRA) auf.

Er war bereits der 14. Spieler in dieser Woche, der entweder aufgeben musste oder gar nicht antreten konnte. "Er hat beim Aufschlag Schmerzen gefühlt, das hat er mir gesagt. Es ist nicht schön, so zu gewinnen, aber das passiert eben manchmal", sagte Nadal, der es im Kampf um einen Achtelfinalplatz nun mit dem argentinischen Routinier David Nalbandian zu tun bekommt.

Der Sieger dieses Spiels trifft entweder auf Melzer-Bezwinger Igor Kunizyn (RUS) oder Gilles Muller (LUX).

Young überrascht

Bereits in Runde drei ist Überraschungsmann Julien Benneteau, der Franzose hatte zum Auftakt den Weltranglisten-10. Nicolas Almagro eliminiert.

Er trifft nun auf Andy Roddick, der in der fünften Night Session dieser Turnier-Auflage US-Landsmann Jack Sock keine Chance ließ. Gemeinsam mit John Isner, Mardy Fish und Donald Young stehen somit vier US-Amerikaner in der Runde der letzten 32.

Vor allem Young war dort nicht erwartet worden. Er schaltete am Freitag den zweitbesten Schweizer Stanislas Wawrinka nach 1:2-Satzrückstand noch mit 7:6(7),3:6,2:6,6:3,7:6(1) aus.

Del Potro weiter

Weiter ist auch Wien-Starter Juan Martin del Potro, der nun auf Gilles Simon trifft sowie der als Nummer 5 gesetzte Spanier David Ferrer.

Letzterer spielt gegen den zweiten Deutschen nach Tommy Haas in Runde drei, Florian Mayer.

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