Top-Stars vermissen Nadal bei den US Open

Aufmacherbild
 

Erstmals seit 2002 gehen die am Montag beginnenden US  Open in Flushing Meadows ohne Superstar Rafael Nadal über die Bühne.

Der Weltranglisten-Dritte, der im Vorjahr im Endspiel gegen Novak Djokovic verlor, musste schon in der vergangenen Woche seinen Start wegen seiner chronischen Schmerzen im linken Knie absagen.

Doch nicht nur die Fans werden den beliebten Spanier, der auch schon für die Olympischen Spiele in London absagen musste, in New York vermissen.

 Auch seine Spieler-Kollegen hätten sich gerne mit dem US-Open-Sieger des Jahres 2010 gemessen.

Federer: „Enttäuschung für das ganze Tennis“

„Seine Absage ist für das ganze Tennis eine Enttäuschung – darüber besteht kein Zweifel“, erklärte Roger Federer, als er von der Verletzung seines Langzeit-Rivalen hörte. „Wenn er zwölf Tage vor den US Open absagt, dann muss es etwas Ernstes sein und das ist erschreckend.“

Federer: „Ich hoffe, dass er zumindest noch in diesem Jahr wieder auf die Tour zurückkehren wird können. Es ist wahrscheinlich eine kluge Entscheidung von ihm, auf die US Open zu verzichten. Trotzdem ist es natürlich ein schwerer Rückschlag für ihn.“

Del Potro glaubt an baldiges Comeback

Juan Martin del Potro glaubt an ein baldiges Comeback von Nadal. „Jeder kennt Rafa und weiß, dass er ein großer Kämpfer ist. Er wird sehr, sehr bald wieder bei uns sein und dann gleich wieder viele Matches gewinnen.“

Die Diskussionen über ein durch seine  chronischen Knie-Probleme erzwungenes baldiges Karriereende von Nadal hält del Potro zudem für völlig übertrieben. „Er ist immer noch sehr jung und hat viele Herausforderungen vor sich. Ich wünsche ihm auf jeden Fall nur das Beste!“

Murray: „Es ist schwierig für Rafa!“

Etwas pessimistischer zeigt sich dagegen Olympia-Sieger Andy Murray, der als guter Freund des Spaniers gilt. Die beiden kennen sich schon aus der Jugendzeit.

„Er hatte schon in der Vergangenheit oft Probleme mit seinen Knien. Hoffentlich bekommt er es in den Griff. Es ist derzeit sicherlich sehr schwierig für ihn“, weiß der 25-jährige Schotte.

„Ich schätze Rafa als Freund sehr und bin deshalb auch traurig über seine Absage. Es ist aber auch für das ganze Tennis schlecht, wenn er nicht mitspielen kann. Bei einem Grand-Slam-Turnier sollten einfach alle Top-Spieler mit dabei sein.“

Djokovic will Fehlen von Nadal nicht überbewerten

Ähnlich sieht es der Weltranglisten-Zweite Novak Djokovic: „Rafa ist ein großer Wettkämpfer. Ich kenne ihn sowohl auf als auch außerhalb des Platzes sehr gut“, so der Serbe, der bei den letzten fünf Grand Slams vier Mal im Endspiel gegen Nadal spielte.

„Wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte, bei den US Open zu spielen, hätte er diese sicherlich genutzt. Ich wünsche ihm auf jeden Fall eine schnelle Erholung.“

„Das Tennis verliert ein bisschen etwas, wenn Rafa nicht hier ist und nicht spielen kann“, sagte Djokovic, der deshalb aber trotzdem spannende US Open erwartet.

„Rafa hat in diesem Sport Geschichte geschrieben. Wir alle wissen, wie gut und beliebt er ist. Außer ihm sind aber alle mit dabei. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir trotzdem ein gutes Turnier erleben werden.“

Christian Frühwald

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen