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Rafael Nadal begeistert: "Es ist großartig"

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Der Matchball ist verwandelt und der erste Weg der Spieler führt nicht unter die Dusche, sondern vor PC, Laptop, Tablet oder Smartphone, um einen ersten Blick auf die Schlägerdaten zu werfen.

Schlägerdaten? Genau. Während der Partie hat das Racket Daten zu jedem Schlag aufgezeichnet. Wie und wo hat der Spieler den Ball getroffen? Vorhand, Rückhand oder Aufschlag? In welchem Winkel sprang der Ball von den Saiten weg? Harter Topspin oder gefühlvoller Slice? Alles gespeichert.

Zehn Jahre Entwicklung

Ein Chip im Schlägergriff macht es möglich. Aktiviert durch Knopfdruck am Ende des Griffs werden die Daten gespeichert und können per Bluetooth oder USB-Anschluss übertragen und ausgewertet werden.

Entwickelt wurde das Racket der Zukunft von Babolat. Die Franzosen zählen zu den führenden Herstellern von Tennisbedarf. 50 Techniker und Wissenschaftler haben zehn Jahre an der Realisierung des "Babolat Play" gearbeitet.

Babolat, seit 2011 offizieller Partner der French Open, hat Top-Stars wie Rafael Nadal oder Li Na unter Vertrag.

Nadal ist begeistert

Der Spanier hat den Schläger bereits getestet und ist begeistert:

„Es ist großartig. Du hast die Chance, mehr über dein Spiel und die Art und Weise, wie du den Ball triffst, zu erfahren und weißt, wo du dich verbessern kannst.“

Quelle: www.babolatplay.com

Mark Petchey, ehemaliger Trainer von Andy Murray, sieht ein neues Coaching-Zeitalter kommen: „Es hat das Potential, das Coaching wie wir es kennen, zu ändern.“

„Für mich war es unglaublich, dass die Nummer 1 der Tennis-Welt nicht weiß, was in seinem Racket passiert, abgesehen von dem, was er fühlt“, zeigt sich CEO Eric Babolat in einem Interview überrascht. „Das ist wie wenn ein Formel-1-Fahrer nicht weiß, wie schnell er fährt.“

Freigabe mit Auflage

Der internationale Tennis-Verband hat das Smart Racket bereits im Jänner zugelassen, jedoch wird den Spielern untersagt, die Daten während der Matches auszuwerten.

Seit Mai ist der Schläger, der nicht schwerer als ein herkömmlicher ist, für knapp 400 Euro auch in Europa zu haben.

Babolat ist sich sicher: „Für die nächste Spielergeneration wird es ganz normal sein, das Racket einzuschalten bevor man spielt.“

Wenn man bedenkt, dass Björn Borg vor 40 Jahren die French Open noch mit einem Schläger aus Holz gewonnen hat, könnte er Recht behalten.

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