Sharapova nur noch 2 Siege von WTA-Thron entfernt

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Maria Sharapova schreitet dieser Tage bei den French Open mit einem schwarzen kellnerartigen Blazer-Jackett mit Kragen auf den Tennis-Court.
 
"Es ist eben Paris. Und ich liebe Maßgeschneidertes und Männermode. Es ist wie ein einzigartiges Stück in einer einzigartigen Stadt", erklärte die amerikanisierte Russin die Kreation, die es nicht zu kaufen gibt.
 
Bei den Kolleginnen kommt solch Gehabe nicht so an: Die zischen ihr gern "Bad luck!" ("Viel Pech!") aus der Umkleide hinterher.
 
Damen-Tour braucht Glamour-Diva
 
Aber die Damen-Tour voller x-beliebiger Ex-Einsen braucht die wiedererstarkte Glamour-Diva dringend.
 
Die 25-Jährige ist die Top-Favoritin im verbliebenen Damen-Feld in Roland Garros und könnte mit einem Finaleinzug wieder die Nummer eins der Tenniswelt werden.
 
Dabei hatte sie ihr Gefühl auf Sandplatz vor zwei Jahren mit dem legendären Bild einer "Kuh auf Eis" umschrieben.
 
"Manchmal komme ich mir immer noch so vor, und ich bin mir sicher, dass ich auch noch so aussehe", sagte sie nun.
 
Späte Liebe zum Sandplatz
 
Fest steht aber, dass die Weltranglisten-Zweite mit ihrem erfahrenen Coach Thomas Hogstedt aus Schweden neue Qualitäten auf roter Asche entwickelt hat: Sie gewann heuer in Stuttgart und Rom.
 
Und dieser einzige Grand-Slam-Titel, der ihr noch fehlt, liegt wie schon 2011 zum Greifen nah auf dem Präsentierteller.
 
Das Aus von Favoritinnen wie Serena Williams, Wictoria Asarenka oder Titelverteidigerin Li Na spielt ihr natürlich in die Karten.
 
Erster Satzverlust im Achtelfinale
 
Nach Siegen im Blitztempo gab sich die mit geschätzten 18 Millionen Euro pro Jahr bestverdienende Sportlerin der Welt am Montag im Drei-Stunden-Achtelfinale gegen die Tschechin Klara Zakopalova erstmals eine Blöße.
 
Beim 6:4, 6:7(5),6:2 wirkte sie in einem Moment bei nass-kalt-windigem Wetter wieder wie die "Kuh auf Eis", als sie bei einer Vorhand ungelenk zur Seite umfiel.
 
Bullige Estin
 
Nun wartet am Mittwoch die nicht zu unterschätzende Kaia Kanepi. Die bullige Estin hat einige Kilos wegtrainiert. Ihr Spiel ist humorlos.

Neben dem Platz kommt sie wenig charismatisch daher. Ihr Glamourfaktor? Gleich null.
 
Im Halbfinale könnte Wimbledonsiegerin Petra Kvitova warten. Australian-Open-Finalistin Sharapova würde auch in einem möglichen Paris-Endspiel wieder mit Jäckchen auf den Platz schreiten - und mit passend zum Tennis-Bag designter schwarzer Mega-Handtasche.
 
Sharapova klingt wie Marilyn Monroe
 
Sie wäre dann erstmals seit 2008 wieder die Nummer eins der Tenniswelt. Eine, die polarisiert, aber die die Zuschauer sehen wollen.
 
In Paris hat sie ihre schwarz gekleidete Bodyguard-Entourage mit dabei, zu den US Open kommen ihre eigenen Süßigkeiten mit dem Namen "Sugapova" auf den Markt.
 
Ob sie denn nun eine Glamour-Diva sei? "Am Ende des Tages ist es alles eine große Illusion, und die Realität setzt ein", sagt sie und klingt dabei wie Marilyn Monroe.

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