Fragezeichen hinter Melzer-Start in Roland Garros

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Auch wenn Jürgen Melzer am Freitag natürlich die Auslosung für die am Sonntag beginnenden French Open in Paris registriert hat: Der 31-jährige Niederösterreicher hat derzeit andere Sorgen.

Melzer laboriert ja an einer Entzündung der linken Hüfte und will erst im unmittelbaren Vorfeld über ein Antreten entscheiden. Melzer, der in der ersten Runde auf einen Qualifikanten trifft, will einen schärferen Test am Samstag abwarten.

Nur leichtes Training

Der French-Open-Halbfinalist 2010 absolviert am Freitag nur ein ganz leichtes Schlagtraining und erwartet erst für Samstag genügend Erkenntnisse über seinen körperlichen Zustand.

Melzer hat nach einem eben erst überstandenen Bänderriss im Knöchel in Madrid plötzlich immer wieder Stiche in der linken Hüfte verspürt und nun seit 15. Mai (Erstrunden-Aus in Rom) kein Einzel mehr absolviert.

"Ich bin am Dienstag an der linken Hüfte punktiert worden und dann ist gleich Cortison nachgespritzt worden, um die Entzündung zu hemmen. Dann habe ich gewartet und warte immer noch", meint Melzer im Gespräch mit der APA.

Nicht um jeden Preis antreten

Auf Biegen und Brechen wird Melzer das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres aber nicht bestreiten. "Wenn ich vorher im Training wieder Stiche spüre, spiele ich nicht. Dann macht es keinen Sinn."

Allerdings habe er von seinen Ärzten auch die Empfehlung bekommen, es zu testen. "Ich muss rausfinden, was es ist. Nichts tun hilft mir nicht weiter."

Weiteren Schaden zufügen kann er sich nicht, da es nicht gefährlich sei. "Man muss schauen, ob es nur eine Überreizung war oder ich ein wirkliches Problem habe. Nicht zu spielen wäre deshalb kontraproduktiv."

Qualifikant in Runde eins

Die Auslosung würde dem früheren Weltranglisten-Achten in den ersten beiden Runden Qualifikanten bescheren, dann allerdings in der dritten Runde schon den topgesetzten Novak Djokovic.

"Bei Qualifikanten weiß man halt nicht, was kommt. Aber das ist jetzt einmal in Ordnung. Der morgige Tag ist für mich der wichtigste", setzte Melzer Prioritäten. "Ich bin froh, wenn ich antreten kann, dann werde ich mich damit auseinandersetzen."

Mit Andreas Haider-Maurer, der am Freitagnachmittag noch um den Einzug in den Hauptbewerb spielt, wäre sogar ein Österreicher möglicher Erstrundengegner Melzers.

Djokovic gegen Hewitt?

Der topgesetzte Djokovic trifft in seinem ersten Match übrigens auf den Italiener Potito Starace und könnte es in Runde zwei mit Altstar Lleyton Hewitt zu tun bekommen.

In der gleichen Tableauhälfte wie Djokovic findet man auch Roger Federer, in der unteren Hälfte hätte Titelverteidiger Rafael Nadal im Halbfinale Andy Murray als möglichen Gegner.

Paszek spielt gegen Chinesin

Bei den Damen bekommt es Österreichs Nummer 1, Tamira Paszek, zum insgesamt dritten Mal mit der Chinesin Peng Shuai zu tun.

Gegen die aktuelle Nummer 30 der Welt und Nummer 28 des Turniers hat die 21-jährige Vorarlbergerin, die mit einer mageren Saisonbilanz nach Paris gekommen ist, bisher noch nicht gewonnen.

Mayr-Achleitner fordert ehemalige Nummer 1

Patricia Mayr-Achleitner hat mit der als Nummer 19 gesetzten Serbin Jelena Jankovic ein auf den ersten Blick noch schwierigeres Los erwischt. Die Tirolerin misst sich erstmals mit der früheren Weltranglisten-Ersten, ist aber vielleicht gar nicht eine so große Außenseiterin wie es scheint:

Jankovic hat zuletzt in Stuttgart, Madrid, Rom und Brüssel gleich bei vier Sandplatzturnieren in Folge gleich in der ersten Runde verloren.

Topduelle im Viertelfinale?

Aus internationaler Sicht könnten Serena Williams und Maria Scharapowa, die beide zwei Vorbereitungsturniere gewonnen haben, im Viertelfinale aufeinandertreffen. In diesem Viertel befindet sich auch die frühere Nummer 1, Caroline Wozniacki.

Ebenfalls bereits im Viertelfinale könnte es zur Wiederholung des Vorjahresfinales zwischen Titelverteidigerin Li Na und Francesca Schiavone kommen. Allerdings wird da wohl vor allem die Nummer 4 und Wimbledonsiegerin Petra Kvitova etwas dagegen haben.

Wie Djokovic eröffnet auch die Nummer 1 der Damen, Wiktoria Asarenka, mit Alberta Brianti gegen eine Spielerin aus Italien.

Die Weißrussin würde es in der Runde der letzten acht mit Sam Stosur (AUS-5) zu tun bekommen, darunter bekämen es die als Nummer 3 gesetzte Polin Agnieszka Radwanska und Marion Bartoli (FRA-8) im Viertelfinale miteinander zu tun.

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