Mayr-Achleitner: "Es ist sehr stressig auf der Anlage"

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Am Montag bestreitet Patricia Mayr-Achleitner bei den French Open ihr Erstrunden-Match gegen Jelena Jankovic (ab 11 Uhr im LAOLA1-Live-Ticker).
 
Gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste ist die 25-jährige Tirolerin freilich klare Außenseiterin.
 
"Letztes Jahr hatte ich mit Radwanska eine noch schwierigere Aufgabe.  Es könnte also zu meistern sein", zeigt sich Mayr-Achleitner im Interview mit tennisaustria.at trotzdem zuversichtlich.
 
Darin spricht sie auch über Neuigkeiten im Trainer-Team, den "Stress" bei den French Open und die aktuelle Situation in Tennis-Österreich.

Frage: Mit welchen Erwartungen gehst du in die Partie gegen Jelena Jankovic? Gehst du die ganze Sache eher locker an oder erhoffst du dir vielleicht doch etwas mehr?
 
Mayr-Achleitner: Gegen eine ehemalige Nummer 1 der Welt kann man schon eher locker in das Match hineingehen. Ich freue mich schon sehr auf das Match, fühle mich auch irrsinnig stark. Hoffentlich gelingt mir auch die Überraschung.
 
Frage: Du spielst heuer zum vierten Mal in Paris. Ist das für dich beruhigend, da du die gesamte Stimmung hier ja schon sehr gut kennst?
 
Mayr-Achleitner: Die Routine wächst zwar mit jedem Jahr, es ist aber auch sehr stressig hier auf der Anlage. Deshalb schaue ich, dass ich nach dem Training so rasch wie möglich ins Hotel zurückkomme, um ja nicht in diesen Stress zu verfallen. Letztes Jahr hatte ich noch dazu mit Radwanska eine sehr schwierige Aufgabe, heuer ist es Jankovic - etwas  weniger schwierig als 2011. Es könnte zu meistern sein!
 
Frage:  Wie stehen deine Chancen konkret? Wie wirst du das Match anlegen?
 
Mayr-Achleitner:  Ich werde vermehrt auf die Vorhand gehen, da bei ihr die Rückhand weitaus stärker ist. Sie ist eine starke Spielerin, die in den letzten Turnieren allerdings nicht sehr gut gespielt hat. Deshalb gehe ich mit vollem Selbstvertrauen in diese Partie. Durch das Finale vor zwei Wochen (in Cagnes-sur-Mer; Anm.) fühle ich mich sehr gut. Es könnte sein, dass sie mich unterschätzt. Ich glaube wirklich, sie kennt mich gar nicht! Sollte das tatsächlich passieren, werde ich versuchen müssen, das sofort auszunutzen und ihr zeigen: Ich bin nicht  irgendjemand, sondern jemand, der kämpft.
 
Frage: Gibt es Neues aus deinem Umfeld?
 
Mayr-Achleitner: Eigentlich nur, dass mein Bruder vermehrt zu Turnieren mitfährt und wir vermehrt an Aufschlag-Volley arbeiten.
 
Frage: Mit deinem Mann Michael hast du jetzt also ein weiteres Familienmitglied "verpflichtet". Wie wichtig ist dir Nähe zu deinem Betreuerteam?
 
Mayr-Achleitner: Ich glaube, das ist das Wichtigste für jeden Sportler. Dadurch kann ich mich wirklich nur auf meinen Sport, meinen Beruf konzentrieren.
 
Frage: Es sind heuer in den Einzelbewerbe mit Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer, Tamira Paszek und dir vier Österreicher in Roland Garros dabei. Macht dich das stolz oder spielt dieses Tatsache überhaupt keine Rolle?
 
Mayr-Achleitner:  Da tatsächlich nicht so viele Österreicher im Hauptbewerb sind, spürt man schon einen Hauch von Stolz, hier vertreten sein zu dürfen. Es waren schon einmal mehr Österreicher hier  dabei, für so ein kleines Land wie Österreicher ist das aber absolut in Ordnung. Ich hoffe, dass Tamira und Jürgen gewinnen und auch Andi einen guten Start hinlegt. Es wäre super, wenn wir alle - trotz schwerer Auslosung - in die zweite Runde kommen könnten.

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