"Wenn die Liebe größer ist..."

Aufmacherbild
 

Sharapova gerührt: "Wertvollster Karrieremoment"

Aufmacherbild
 

Von ihrer weichen Seite hat sich Maria Sharapova nach ihrem ersten French-Open-Triumph gezeigt.
 
Am Samstagabend posierte Maria Sharapova erstmals für das obligatorische Bild mit dem Coupe Suzanne Lenglen vor dem Eiffelturm-Panorama.
 
Die 25-jährige Russin hat damit nicht nur ihren Karriere-Grand-Slam gekrönt und die Rückkehr auf den Tennis-Thron geschafft.
 
Es war auch die Belohnung für einen harten Weg nach ihrer Schulter-Operation.
 
"Es ist surreal"
 
Die coole Tennis-Diva ließ sich tief in die Seele blicken nach dem mit 1,25 Mio. Euro Preisgeld wertvollen Sieg über Sara Errani.
 
"Es ist surreal. Das war der einzigartigste Moment meiner Karriere", schilderte die neue Weltranglisten-Erste.
 
"Als ich mit 17 Wimbledon gewann, dachte ich, dass das der wertvollste Moment meiner Karriere ist. Aber als ich hier auf die Knie fiel, wurde mit klar, wie extrem besonders dies war."
 
Staatspräsident Putin ist stolz auf Sharapova
 
Nicht alle lieben die amerikanisierte Russin, die mit ihrem lauten Gestöhne auf dem Platz nicht nur optisch für Aufsehen sorgt. Ihr Comeback brachte ihr allerdings viel Anerkennung.

Als erst zehnte Spielerin der Geschichte hat sie den Karriere-Grand-Slam geschafft. Auch der russische Staatspräsident Wladimir Putin ist stolz auf Sharapova.
 
"Sie haben den Gipfel erreicht, den nur die wenigsten, stärksten und legendärsten Tennisspieler in der Welt erreicht haben - einen Sieg bei allen Grand-Slam-Turnieren", hieß es in einem Telegramm Putins.
 
"Dies ist der gerechte Verdienst für Ihr Talent, Ihre großartige Klasse und Ihre unglaubliche Vorstellung."
 
"Das zehnte Weltwunder"
 
 Die Sportzeitung "L'Equipe" ließ sich gar zum Titel "Das zehnte Weltwunder" hinreißen.
 
Der Russin bedeutete aber wohl das Lob der früheren dreifachen Championesse von Paris, Monica Seles, mehr: "Ich habe große Bewunderung für Maria. Sie ist ein wahrer Champion."
 
Selbst das Publikum, das nicht immer auf Seiten Sharapovas war, hat sie am Ende für sich gewonnen.
 
Kein Wunder: Die in Florida lebende Sharapova hat sich nach ihrer schweren Schulterverletzung 2008 entschieden, Französisch zu lernen.
 
Lange Leidenszeit 
 
"Das erste, was ich gemacht habe, war, mir eine Französisch-Schule in der Nähe meines Hauses zu suchen. Jeder dachte, ich sei komplett verrückt", erzählte Sharapova.
 
Doch nicht nur eine neue Sprache, auch den Umgang mit ihrem Körper musste sie irgendwie neu lernen in diesen neun Monaten Rehabilitation.
 
"Ich hätte sagen können: Nein, ich brauch' das nicht. Ich habe Geld, bin berühmt, habe Siege und Grand-Slam-Titel. Aber wenn deine Liebe für etwas größer ist als all das, stehst du weiter jeden morgen auf, wenn es draußen bitterkalt ist, wenn nichts klappt, wenn keiner draußen mehr an dich glaubt und du dir so mickrig vorkommst", resümierte die 1,88 m große Spielerin ernst.
 
"Für sie ist das wie eine Wiederauferstehung", sagt ihr Trainer Thomas Hogstedt. Dank des erfahrenden Schweden fühlt sich "Mascha", wie sie ihre Fans nennen, auf Sand nicht mehr wie eine "Kuh auf Eis".

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen