Ein Mixed-Doppel in der Stadt der Liebe

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Als sie sich in Wimbledon 2011 für das Mixed angemeldet haben, hätten Jürgen Melzer und Iveta Benesova wohl nicht gedacht, wie gut sie als Paar harmonieren werden.

Ein kurzfristiger Entschluss im gemischten Doppel anzutreten, brachte völlig überraschend den Wimbledon-Titel.

Doch der Einklang ging über den Platz hinaus: 14 Monate später heiratete Österreichs Nummer eins die Tschechin in Laxenburg.

Schulterverletzung wirft Iveta aus der Bahn

Doch so sehr die nunmehrige Iveta Melzer ihr privates Glück auch genoss, sportlich warf sie eine langwierige Schulterverletzung aus der Bahn.

Schon im Jahr 2012 hatte die Tschechin, die im April 2009 immerhin auf Platz 25 gestanden war, arge Probleme und sie musste in der Folge das Jahr 2013 ganz auslassen. Sie begleitete ihren Mann Jürgen auf Turniere, arbeitete aber auch an ihrem Comeback.

Und nun kommt es in der Stadt der Liebe zum lange ersehnten Mixed-Comeback des einzigen Ehepaars, das auf der ATP- und WTA-Tour spielt: Melzer/Melzer nützten ihr "protected ranking" und sind bei den French Open erstmals gemeinsam als vermähltes Paar am Start.

Spekulation auf Wimbledon-Wildcard

"Ja, wir sind drinnen", bestätigte Jürgen Melzer auf Anfrage. "Wir haben, auch als es ihr mit der Schulter nicht so gut gegangen ist, gesagt, einmal wollen wir schon noch spielen. Jetzt freuen wir uns hier beide darauf."

Und Jürgen Melzer hat noch einen diesbezüglichen Wunsch: "Vielleicht kriegen wir ja noch eine Wildcard in Wimbledon, als 'past champion' und Ehepaar."

Ob Iveta Melzer ihre Karriere nach dieser Saison fortsetzen wird, hängt wohl auch von den Resultaten ab. Bisher beklagt sie vier Erstrunden-Niederlagen bei vier Turnieren und ist im WTA-Ranking auf Platz 789 zurückgefallen.

"Ich mache ihr keinen Stress und sie macht sich auch keinen. Sie schaut, wo die Reise hinführt", erklärte Ehemann Jürgen.

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