Historische Entscheidung im Paris-Finale vertagt

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Es hätte das "Rendezvous mit der Geschichte" werden sollen:
 
Das mit Spannung erwartete French-Open-Traumfinale zwischen Rafael Nadal und Novak Djokovic wurde am Sonntag wegen Regens zweimal unterbrochen.
 
Nach der zweiten Regenpause musste das Giganten-Duell zwischen Sandplatz-König Nadal und dem Weltranglisten-Ersten aus Serbien schließlich beim Stand von 6:4,6:3,2:6,1:2 für Nadal auf Montag ((ab 13 Uhr im LAOLA1-Ticker) verschoben werden.
 
Rekorde sind programmiert
 
Der Spanier greift nach dem siebenten Roland-Garros-Titel und würde den legendären Sechsfach-Champion Björn Borg damit in seinen Schatten stellen.
 
Djokovic darf weiter vom "Djoko Slam" träumen: Er will als erster Tennisprofi seit Rod Laver vor 43 Jahren alle vier Grand-Slam-Titel auf einmal halten.
 
Erstes Montag-Finale seit 39 Jahren
 
Zuletzt war das Pariser Finale 1973 zwischen Ilie Nastase aus Rumänien und dem Jugoslawen Niki Pilic an einem Sonntag ins Wasser gefallen und musste einen Tag später weitergespielt werden.
 
Ex-Roland-Garros-Sieger Michael Chang hatte Nadal gerade in Paris ein "extra Feuer" zugeschrieben und Björn Borg selbst hatte Nadal als "besten Sandplatzspieler der Geschichte" gepriesen.
 
Nadal mit Traumstart
 
Und dieses Feuer sah man dem 26-Jährigen, der in Roland Garros eine Matchbilanz von 51:1 hat, gleich an. Er trat energiegeladen auf den Court Philippe Chatrier und nahm Djokovic sofort den Aufschlag ab.

Nach 13 Minuten stand es 3:0 mit Doppelbreak - als wäre der Serbe ein Statist, und nicht der Mann, der Nadal zuletzt denkwürdig in einem epischen Australian-Open-Endspiel und insgesamt dreimal in Serie in Grand-Slam-Finali besiegt hatte.
 
Djokovic kämpft sich in die Partie
 
Auch damit schrieben die beiden Tennis-Stars Geschichte: Noch nie standen sich dieselben Kontrahenten in vier aufeinanderfolgenden Endspielen bei den Majors gegenüber.
 
Diesmal sah Nadal übermächtig aus, aber Djokovic rackerte, kämpfte sich in die Partie und wehrte sich bei Nieselregen nach Kräften.
 
Nach 95 Minuten ging er zum großen Jubel des Publikums erstmals in Führung: mit 3:2 in Satz zwei.
 
Als er prompt wieder ein Break einfing, schlug er mit dem Racket ein Loch in seine Holzbank und kassierte eine Verwarnung.
 
Nadal sah wie der sichere Sieger aus
 
Nach einer halbstündigen Regenunterbrechung am Ende des zweiten Satzes kam Nadal wieder wie ein Wilder aus der Umkleide.
 
Bei 2:0 im dritten Satz sah er schon wie der sichere Sieger aus - aber Djokovic erkämpfte sich urplötzlich das Momentum. Der 25-Jährige machte acht Games hintereinander und trotzte Nadal den ersten Satz des Turniers ab.
 
Der Spanier fluchte über den rutschigen Platz und die schweren Bälle. Aus der zweiten Regenpause kehrten die beiden dann nicht mehr zurück. Oberschiedsrichter Stefan Fransson erklärte den Platz für nicht mehr bespielbar.

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