Nadal gewinnt zum 7. Mal die French Open

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Der erste Weg nach dem Rekord-Triumph bei den French Open führte Rafael Nadal auf die Tribüne.
 
Der Spanier umarmte seinen Onkel und Coach Toni Nadal und hatte Tränen in den Augen, nachdem er mit einem 6:4,6:3,2:6,7:5-Erfolg über den Serben Novak Djokovic seinen siebenten Titel im Pariser Stade Roland Garros erobert und damit den Schweden Björn Borg überholt hatte.
 
Nach insgesamt 3:50 Stunden des am Sonntag wegen Regens unterbrochenen Endspiels beendete ausgerechnet ein Doppelfehler des Weltranglisten-Ersten auch dessen Traum, den persönlichen Grand-Slam 2011/12 zu vollenden.
 
Der 25-jährige Djokovic hatte zuvor in Wimbledon und bei den US Open (jeweils 2011) sowie bei den heurigen Australian Open gewonnen.
 
Zuletzt hatte der Australier Rod Laver vor 43 Jahren alle vier Titel der größten Turniere gehalten, Djokovic muss weiter auf den Premieren-Titel in Roland Garros warten.
 
Nadal holt gleich das Rebreak
 
Der 26-jährige Nadal war bei der Unterbrechung am Sonntag im vierten Satz mit einem Break 1:2 zurückgelegen, nachdem er zuvor acht Spiele in Serie verloren und den ersten Satz im heurigen Turnier abgegeben hatte.
 
Doch am Montagnachmittag war er der bestimmende Spieler auf dem Platz. Er nahm seinem Gegner gleich das Service ab und hatte bei eigenem Aufschlag weniger Probleme als Djokovic.

Dennoch schien Satz vier ins Tiebreak zu gehen, denn Djokovic führte bei 5:6 mit 30:15.
 
Doch die nächsten drei Punkte gingen an Nadal, der beim ersten Matchball gar nicht mehr einzugreifen brauchte - der zweite Aufschlag des Belgraders geriet zu lang.
 
"Eine große Ehre"
 
"Dass ich Rekordsieger bin, ist eine große Ehre, das Wichtigste ist aber der Sieg. Es ist immer etwas Spezielles für mich, diese Trophäe zu gewinnen, das werde ich nie vergessen", sagte der aus Mallorca stammende Nadal.
 
Er hält in Paris bei 52:1 Siegen, die einzige Niederlage hatte er im Achtelfinale 2009 gegen den Schweden Robin Söderling kassiert.
 
Mit den 1,25 Millionen Dollar für seinen elften Grand-Slam-Titel schraubte er sein Karriere-Preisgeld auf fast 50 Millionen Dollar.
 
Seinen persönlichen Karriere-Grand-Slam hatte er 2010 mit dem Sieg bei den US Open vollendet. In Paris gewann er 2005, 2006, 2007, 2008, 2010, 2011 und 2012.
 
Nadal im Head-to-Head voran
 
Nadal hatte zwar in den jüngsten drei Grand-Slam-Finali gegen Djokovic verloren, doch auf dem rotem Sand in Roland Garros war er sich seines Vorteils (seit 2005 nur neun Niederlagen in 236 Matches) bewusst.
 
Nach Zweisatzsiegen heuer bei den Masters-1000-Turnieren in Monte Carlo und Rom erhöhte Nadal in den Duellen mit der aktuellen Nummer 1 nun auf 19:14, Djokovic musste die Überlegenheit seines Widersachers an diesem verlängerten Wochenende anerkennen.
 
"Ich gratuliere Rafa zu seinem nächsten Titel. Er ist ein großartiger Spieler mit einem tollen Team. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr zurückkomme und noch besser spiele."

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