Serena Williams führt starkes Damen-Trio an

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Am Sonntag begann in Roland Garros mit den French Open das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres.

Den ersten Major-Titel 2013 sicherte sich Victoria Azarenka bei den Australian Open.

Als Top-Favoritin geht allerdings die Weltranglisten-Erste Serena Williams ins Rennen.

Gemeinsam mit Titelverteidigerin Maria Sharapova werdem diesem Trio in Roland Garros die besten Titel-Chancen zugerechnet.

Auf wen man sonst noch schauen muss verraten wir im LAOLA1-Favoritencheck:

Serena Williams

Die Top-Favoritin in Roland Garros ist bei den Damen leicht gefunden: Alles andere als der zweite Paris-Titel von Serena Williams nach 2002 wäre eine große Überraschung. Die 31-jährige US-Amerikanerin hat im Herbst ihrer Karriere ihre Liebe zum Sand entdeckt. In dieser Saison ist sie auf diesem Belag noch ungeschlagen (16 Siege).  Die letzten 24 Spiele hat die Weltranglisten-Erste für sich entscheiden können. Und Williams scheint sogar noch immer stärker zu werden: In Rom stürmte sie in beeindruckender Manier zum Titel. Insgesamt gab sie im Turnierverlauf in sechs Spielen nur 14 (!) Games ab.

Maria Sharapova

Eigentlich mutet die haushohe Favoriten-Position von Williams ein bisschen unfair an. Schließlich würde es auch viele Argumente für eine erfolgreiche Titelverteidigung von Maria Sharapova in Roland Garros geben. Auch die mittlerweile 26-jährige Russin hat sich im Lauf der Zeit immer besser mit dem zuvor verschmähten Sandbelag angefreundet. Wie eine „Kuh auf Eis“ fühlt sich Sharapova auf der roten Asche von Roland Garros schon lange nicht mehr. Dies zeigte die Weltranglisten-Zweite auch bei ihrem Turniersieg in Stuttgart und dem souveränen Final-Einzug in Madrid, wo sie einige schwierige Gegnerinnen ohne Satzverlust eliminierte. Im Endspiel war Sharapova gegen Serena Williams aber ohne Chance – und auch das Head-to-Head zwischen den beiden (2:13) gibt wenig Grund zur Hoffnung.

Victoria Azarenka

Wie stark derzeit Serena Williams ist, erfuhr auch Victoria Azarenka erst kürzlich am eigenen Leib. Im Endspiel von Rom wurde die 23-jährige Weißrussin von der routinierten US-Amerikanerin mit 1:6, 3:6 vom Platz geschossen. Dabei zeigte Azarenka davor gegen starke Sandplatz-Spielerinnen wie Sara Errani und Samantha Stosur ausgezeichnete Leistungen. Ein Fragezeichen steht auch hinter der Fitness der amtierenden Australian-Open-Gewinnerin:  Wegen einer Knöchelverletzung pausierte sie von Mitte März bis Anfang Mai und bestritt deshalb nur zwei Sandplatz-Turniere. Nach dem Zweitrunden-Aus in Madrid gegen Makarova bewies Azarenka in Rom aber, dass mit ihr in Paris durchaus zu rechnen sein sollte.

Sara Errani

In Roland Garros ging im Vorjahr der Stern von Sara Errani auf. Davor galt die 26-Jährige aus Bologna als starke Top-20-Spielerin, den ganz großen Wurf traute man ihr aber nicht zu. 2013 sieht die Sache schon anders aus. Mittlerweile bewies die 1,64 Meter große Errani auch auf anderen Belägen (US-Open-Halbfinale!), dass sie mit ihrer Zähigkeit und Ausdauer die ganz Großen gefährden kann. In der bisherigen Sandplatz-Saison gelang ihr das bislang allerdings noch nicht: In Madrid verlor sie nach einem starken ersten Satz gegen Serena Williams, in Rom konnte sie Victoria Azarenka nur im zweiten Satz fordern. Errani hat aber in Paris durchaus das Potenzial, derartige Leistungen über die volle Distanz zu bringen.

Angelique Kerber

Die fünfte Spielerin in unserem Favoriten-Check war nicht leicht zu ermitteln. Mit Petra Kvitova, Li Na, Samantha Stosur, Ana Ivanovic oder Jelena Jankovic gab es einige Kandidatinnen, die etwas größere Konstanz gab dann aber den Ausschlag für Angelique Kerber. Im Halbfinale von Stuttgart musste sich die 25-Jährige aus Kiel erst hauchdünn in drei Sätzen der späteren Siegerin Maria Sharapova geschlagen geben. Im Fed Cup und in Madrid erwies sich Ana Ivanovic als Angstgegnerin. Dafür überzeugte die Nummer acht der Welt davor mit Siegen  über unter anderem Svetlana Kuznetsova, Anastasia Pavyluchenkova oder Alize Cornet. Im Vorjahr stand Kerber immerhin im Viertelfinale von Roland Garros.

 

Christian Frühwald

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