Melzer ist gegen Niederländer Sijsling chancenlos

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Mit einer glatten Dreisatzniederlage für Jürgen Melzer haben aus österreichischer Sicht die French Open 2013 in Paris denkbar schlecht begonnen.
 
Der 32-jährige Österreicher verlor am Montag gegen den in der Weltrangliste 25 Positionen hinter ihm auf Platz 62 liegenden Niederländer Igor Sijsling (25) in nur 1:34 Stunden mit 4:6,3:6,2:6.
 
Nur der erste Satz dauerte mit 37 Minuten länger als eine halbe Stunde.
 
Haider-Maurer verkauft sich teuer
 
Nach Jürgen Melzer musste sich mit Andreas Haider-Maurer von den French Openverabschieden. Der 26-jährige Niederösterreicher zieht sich gegen den an elf gesetzten Spanier Nicolas Almagro dennoch mit Anstand aus der Affäre.

Haider-Maurer, der als Lucky Loser in den Hauptbewerb rutschte, unterliegt der Nummer 13 der Welt nach einem harten Kampf erst knapp mit 6:4, 4:6, 3:6, 3:6.
 
Verpatzter Davis-Cup-Test
 
Melzer verpatzte damit auch den Davis-Cup-Test gegen den Niederländer, dem er heuer allerdings auch schon in Memphis glatt unterlegen war.
 
"Es tut weh, wenn man so früh rausgeht und wenn man gar nicht in ein Match reinkommt. Das frustriert", sagte Melzer nach der Erstrunden-Abfuhr beim elften Paris-Start gegen den aufschlagstarken Niederländer, der gleich 16 Asse servierte.
 
Zuviele Aufschlagverluste
 
"Das Ergebnis klingt zwar glatt, aber ich war in den ersten beiden Sätzen je mit dem Break vor. Aber ich habe insgesamt sechs Mal meinen Aufschlag abgegeben, das ist einfach zu viel", gab Melzer zu.


Durch die starken Aufschläge und die vielen Asse des Gegners hätten ihm die freien Punkte gefehlt, zog der Niederösterreicher Bilanz.
 
"Wenn er immer so aufschlägt, ist er ein gefährlicher Gegner. Meine Aufschlagquote war dagegen sehr schlecht, da spielt das Selbstvertrauen natürlich auch eine Rolle.
 
Enttäuschung über eigene Leistung
 
Melzer war nach der glatten Niederlage durchwegs von seiner eigenen Leistung enttäuscht.
 
"Mich nervt, dass ich heute meine Hausaufgaben nicht gemacht habe. Ich habe einfach nicht die richtigen Entscheidungen auf dem Platz getroffen", gab der aktuelle Weltranglisten-37. zu.
 
 Dass nun auch die Vorzeichen für den Daviscup-Relegationskampf gegen die Niederlande nicht wirklich besser geworden sind, dürfe derzeit keine Rolle spielen, beteuerte Melzer.
 
"Ich will jetzt nicht an den Davis Cup denken. Aber ich werde sicher meine Lektion aus dem Match lernen. Für mich ist die Sandplatzsaison jetzt abgehakt."
 
Haider-Maurer mit ansprechender Leistung
 
Haider-Maurer bot gegen Almagro eine ansprechende Leistung. In Satz eins ließ er keinen Breakball gegen sich zu, blieb seinerseits bei einer 5:4-Führung als Rückschläger hartnäckig, was im Verwerten seines vierten Satzballs resultierte.
 
In Durchgang zwei nutzte der Iberer einen frühen Breakball, brachte diesen Vorsprung über die Distanz. Haider-Maurer blieb auch in Folge ohne weitere Breakchance.
 
Der "Lucky Loser" musste sich nach 2:15 Stunden geschlagen geben, blieb immerhin in der Anzahl unerzwungener Fehler hinter seinem Gegner zurück. Der Niederösterreicher hatte dann auch das Gefühl, dass mehr drinnen gewesen wäre.
 
"Bin froh, dass es bergauf geht"
 
"Aber vier Fehler im ersten Game des zweiten Satzes haben das Ganze dann etwas gedreht", bezog er sich auf den ersten Break-Gewinn von Almagro.
 
"Trotzdem bin ich froh, dass es bergauf geht", fügte der seit kurzem von Ex-Melzer-Coach Joakim Nyström betreute Haider-Maurer an.
 
"Mein Trainer sagt, ich hätte zuletzt mein Potenzial nicht abgerufen, nicht aggressiv genug gespielt. Heute hat das zwischenzeitlich schon funktioniert."
 
Zuletzt hätten gute Leistungen zuletzt nicht immer Siege gebracht. Als nächstes spielt er einen Challenger in Fürth.

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