Djokovic souverän, Wawrinka scheitert in Runde eins

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Die French Open 2014 haben ihre ersten großen Überraschungen:

Als erster Mitfavorit ist Australian-Open-Sieger Stan Wawrinka in Paris auf der Strecke geblieben.

Der Schweizer verlor am Montag bereits in der ersten Runde 4:6,7:5,2:6,0:6 gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez.

Zuletzt schied 1998 mit Petr Korda der regierende Melbourne-Champion in der ersten Runde von Roland Garros aus.

Wawrinka völlig von der Rolle

Der Weltranglisten-Dritte, im Vorjahr noch im Viertelfinale, war über weite Strecken der 2:23 Stunden langen Partie völlig von der Rolle und leistete sich gleich 61 unerzwungene Fehler.

Garcia-Lopez zeigte gegen den Favoriten keine Nervosität, die Nummer 41 der Welt profitierte beim zweiten Matchball von einer verschlagenen Rückhand von Wawrinka und zog erstmals seit 2011 wieder in die zweite Runde von Paris ein.

Das Unheil nahm für Wawrinka bereits früh seinen Lauf, als der 29-Jährige im ersten Satz eine 3:1-Führung aus der Hand gab und vier Games in Serie verlor.

Ähnliches widerfuhr ihm im zweiten Durchgang, als er einen 4:2-Vorsprung ebenfalls nicht nützen konnte, dann aber mit einem Break doch noch 7:5 gewann.

Es war jedoch nur ein Strohfeuer - vom 2:4 im dritten Satz bis zum Ende bei einbrechender Dunkelheit verlor Wawrinka acht Games in Folge.

Auch Nishikori out

Aufsteiger Kei Nishikori, der dieses Jahr als erster Japaner überhaupt in die Top Ten vorgestoßen ist, musste sich völlig überraschend dem Slowaken Martin Klizan mit 6:7(4),1:6,2:6 geschlagen geben.

Der Asiate hatte als einer der Geheimfavoriten für den Titel gegolten.

Rückenverletzung noch nicht auskuriert

Der als Nummer neun gesetzte Nishikori hatte im Paris-Vorfeld das Turnier in Barcelona gewonnen und dann im Endspiel von Madrid gegen Rafael Nadal geführt, ehe er wegen einer Rückenverletzung und auch eines Wadenproblems aufgeben musste. Seither hatte er nicht gespielt und die Pause war offenbar zu kurz.

Daher ist das Ergebnis auf den zweiten Blick weniger überraschend, zumal Klizan Anfang Mai mit dem Titel in München sehr gute Form bewiesen hat. Aber Nishikori war freilich nicht in Top-Ten-Form.

"Bin froh, dass ich zu Ende spielen konnte"

"Ich bin froh, dass ich das Match zu Ende spielen konnte", meinte der Aufsteiger in der Pressekonferenz.

"Ich habe seit dem Finale in Madrid keinen Matchpunkt mehr gespielt und heute zum ersten Mal wieder 100 Prozent serviert. Ich dachte, dass es besser gehen würde, aber ich konnte nichts tun."

Nadal und Djokovic im Gleichschritt

Titelverteidiger Rafael Nadal und sein Titelrivale Novak Djokovic ziehen am Montag im Gleichschritt in die zweite Runde der French Open ein.

Der spanische Weltranglisten-Erste fegt über den US-Amerikaner Robby Ginepri mit 6:0, 6:3, 6:0 hinweg.

Djokovic, die Nummer zwei der Setzliste, schlägt den Portugiesen Joao Sousa klar mit 6:1, 6:2, 6:4.

Tommy Robredo (ESP/17) besiegt den Briten James Ward mit 4:6, 6:4, 6:2, 6:4.

Leonardo Mayer (ARG) setzt sich gegen James Duckworth (AUS) 5:7,6:2,6:4,7:6(2) durch. Donald Young (USA) besiegt Dudi Sela (ISR) 6:1,2:6,6:1,6:0.

Titel-Mitfavoritin und Vorjahres-Finalistin Maria Sharapova feiert in der ersten Runde der French Open einen souveränen 6:1, 6:2-Erfolg über ihre russische Landsfrau Ksenia Pervak.

Nur im zweiten Satz hat Sabine Lisicki (GER/16) bei ihrem 6:1, 7:5-Erfolg über die französische Lokalmatadorin Fiona Ferro Probleme.

Die frischgebackene Turniersiegerin von Nürnberg, Eugenie Bouchard, fegt über Shahar Peer aus Israel mit 6:0, 6:2 hinweg.

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