Erst der 13. Matchball sitzt

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Haas benötigt gegen Isner 13 Matchbälle

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Haas verrichtet Schwerstarbeit

Tommy Haas ist zwar im Achtelfinale der mit 21 Millionen Euro dotierten French Open in Paris angekommen, jedoch erst nach einem harten Stück Arbeit.

Der Deutsche vergibt bei seinem 7:5, 7:6(4), 4:6, 6:7(10) und 10:8 über den US-Amerikaner John Isner nicht nur eine Zweisatz-Führung, sondern auch zwölf Matchbälle.

Nach 4:37 Stunden ist es ausgerechnet der 13. Versuch, der sitzt und den mit 35 Jahren ältesten noch verbliebenen Spieler im Feld in die Runde der letzten 16 hievt.

Nishikori schreibt Geschichte

Kei Nishikori (JPN-13) verlässt gegen Benoit Paire (FRA-24) als 6:3,6:7(3),6:4,6:1-Sieger den Sandplatz und schreibt ein kleines Stück Tennis-Geschichte.

Er ist der erste Japaner seit 75 Jahren, der es ins Achtelfinale von Roland Garros schafft.

Für Aufregung sorgt aber auch sein Gegner, denn der temperamentvolle Paire, der schon davor wegen Schlägermissbrauchs eine Verwarnung erhalten hatte, bekommt bei 5:4 im zweiten Satz ausgerechnet beim Satzball einen Punkteabzug wegen unerlaubten Coachings.

Nach Protesten auch beim Supervisor bleibt der Referee bei seiner Entscheidung. Nishikori serviert trotz eines Buh-Konzerts der Zuschauer zum 5:5, verliert Satz zwei aber dennoch, ehe er sich noch in vier Sets durchsetzt.

Nadal und Djokovic ohne Satzverlust weiter

Der Japaner trifft im Achtelfinale auf Rafael Nadal (3). Der Spanier bleibt gegen Fabio Fognini bei diesen French Open erstmals ohne Satzverlust. Allerdings nur knapp.

Der als Nummer drei gesetzte Nadal setzt sich gegen den Italiener mit 7:6, 6:4 und 6:4 durch.

Ebenfalls sehr wackelfrei schafft die Nummer eins des Turniers, Novak Djokovic, den Aufstieg. Der Serbe hat beim 6:2, 6:2 und 6:3 über den Bulgaren Grigor Dimitrov wenig Mühe.

Jürgen Melzer ist bei den French Open auch im Doppel-Bewerb ausgeschieden.

Der Niederösterreicher unterliegt am Samstag an der Seite des Inders Leander Paes der Paarung Pablo Cuevas/Horacio Zeballos (URU/ARG) 7:5, 4:6, 6:7(6). Dabei vergebt das als Nummer neun eingestufte Duo beim Stand von 6:5 im dritten Satz drei und im Tiebreak einen Matchball. Cuevas/Zeballos nutzen ihre erste Chance.

Sollten Oliver Marach und Christopher Kas die zweite Runde gegen Julien Benneteau/Nenad Zimonjik (FRA/SRB) überstehen, würden im Achtelfinale die Bryan-Zwillinge warten. Die topgesetzetn US-Amerikaner gewinnen gegen ihre Landsmänner Eric Butorac/Jack Sock 7:5, 7:6(2).

Victoria Azarenka müht sich am Samstag ins Achtelfinale der French Open in Paris.

Die als Nummer drei gesetzte Weißrussin verliert gegen Lokalmatadorin Alize Cornet den ersten Satz 4:6. Im zweiten gerät sie 0:2 in Rückstand, kann den Satz aber auf 6:3 drehen. Den Entscheidungsdurchgang holt sich Azarenka mit 6:1.

Cornet hatte wenig charmante Worte für ihre Bezwingerin übrig.

"Sie ist eine Dampfwalze"

"Sie ist eine Maschine, eine Dampfwalze. Sie spielt vom ersten bis zum letzten Punkt gleich", meint die Französin. Azarenka sieht das nicht ganz so.

"Ich habe mich gefühlt, als hätte ich meinen Aufschlag heute zuhause gelassen. Aber wenn ich so gewinnen kann, dann ist das ziemlich bemerkenswert", erklärt die Weißrussin und Linz-Siegerin 2013.

Ebenfalls über drei Sätze muss die US-Amerikanerin Sloane Stephens (17) beim 6:4, 6:7(5), 6:3 gegen Marina Erakovic aus Neuseeland.

Sharapova eiskalt

Maria Sharapova hat in der 3. Runde des Grand-Slam-Turniers mit Jie Zheng mehr Mühe als es das Ergebnis vermuten lässt.

Die russische Titelverteidigerin setzt sich gegen die Chinesin mit 6:1 und 7:5 durch. Während Zheng nur vier von elf Breakbällen verwandeln kann, gelingt Sharapova dies in acht von acht Fällen. Im Achtelfinale wartet Stephens.

Francesca Schiavone (ITA) fegt über Marion Bartoli (FRA-13) 6:2, 6:1 hinweg und bekommt es nun mit Azarenka zu tun. Bethanie Mattek-Sands (USA) besiegt Paula Ormaechea (ARG) 4:6, 6:1, 6:3.

Stosur und Kvitova draußen

Der Aufwärtstrend von Jelena Jankovic hält indes an. Die frühere Weltranglisten-Erste, die aktuell die 18. Stelle der Setzliste einnimmt, kickt mit der Australierin Samantha Stosur die Nummer neun aus dem Turnier. Die Serbin siegt in 3:6, 6:3 und 6:4.

Petra Kvitova ist aus dem Bewerb geflogen. Die Tschechin (7) muss sich der 23-jährigen US-Amerikanerin Jamie Hampton geschlagen geben. Nach einem klaren 1:6 im Ersten hilft auch ein Aufbäumen der früheren Wimbledon-Siegerin nichts mehr, die den Zweiten mit 6:7(7) abgibt.

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