Federer jagt in Paris neuen Rekordmarken hinterher

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Roger Federer bestreitet bei den French Open 2012 sein bereits 52. Grand-Slam-Turnier.

Und wie bei den meisten der vorangenenen 51 Major-Events setzt der 31-jährige Ausnahmekönner auch diesmal wieder einmal neue Meilensteine im Tennis-Zirkus.

Mit seinem Erstrunden-Erfolg über den Deutschen Tobias Kamke zog der Schweizer am Montag mit seinem 233. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier mit dem legendären Jimmy Connors gleich.

"Ein wichtiger Rekord"

Mit 233:35 weist Federer allerdings die deutliche bessere Bilanz als der US-Amerikaner auf (233:49).

"Das ist ein wichtiger Rekord. Er unterstreicht die Beständigkeit, die man in seiner Karriere an den Tag legt", freut sich der Eidgenosse, der als begeisterter Rekordsammler gilt.

Nun gegen Adrian Ungur

Federer sollte auch kein Problem damit haben, die Connors-Marke in dieser Woche zu übertreffen. Der Weltranglisten-Dritte bekommt es in Runde zwei überraschend mit Adrian Ungur zu tun. Der Rumäne eliminierte den argentinischen Altstar David Nalbandian.

"Jimmy ist einer der größten Spieler aller Zeiten. Er spielte 20 Jahre auf der Tour. Ich liebe die großen Turniere und es macht mich froh, dass ich seine Marke schon mit 30 Jahren einstellen konnte. Das ist wirklich unglaublich und macht mich sehr glücklich."

Kein Grand-Slam-Titel seit über zwei Jahren

Einziger Wermutstropfen: Seit seinem 16. Grand-Slam-Titel bei den Australian Open 2010 konnte Federer keinen mehr gewinnnen. Sollte es wieder klappen, wäre der Schweizer der älteste Major-Gewinner seit dem Erfolg des damals 32-jährigen Andre Agassi in Melbourne 2003.

Zwei Jahre ohne Grand-Slam-Titel - so lange musste Federer seit seinem Debüt-Sieg in Wimbledon 2003 noch nie auf einen neuerlichen Triumph warten.

"Spiele gegen die nächste Generation"

 "Wenn man einen Schritt zurück macht und seine Karriere betrachtet, sieht man, dass man schon einige Zeit dabei ist", gibt sich der Schweizer seinen Gedanken hin.

"Als ich angefangen habe, habe ich es geliebt, gegen die berühmten Stars zu spielen, die ich bislang nur aus dem Fernsehen kannte."

"Jetzt spiele ich gegen jüngere Spieler, die nächste Generation. Es ist großartig für mich, dass ich in all den Jahren kaum Verletzungen hatte. Und ich hatte auch immer Spaß am Tennis!"

Die nächsten Rekorde sind in Griffweite

Dank dieser Umstände nähert sich Federer einem weiteren Rekord an. In Paris ist er zum 50. Mal in Folge bei einem Grand-Slam-Turnier mit dabei.

Der Südafrikaner Wayne Ferreira spielte 56 Major-Events ohne eines auszulassen, Stefan Edberg kam auf 54.

Auch Jimmy Connors muss um eine weitere Bestmarke bangen: 31 Mal stand der US-Amerikaner im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

Diesen Wert kann Federer in Roland Garros ebenfalls einstellen.

Christian Frühwald

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