ÖTV-Team geht mit Paszek in Fed-Cup-Duell

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Erstmals seit fast vier Jahren geht Österreichs Fed-Cup-Team mit Tamira Paszek in einen Länderkampf.

Die 21-jährige Vorarlbergerin figuriert bei den Spielen der Gruppe A in der Euro-Afrika-Zone vom 1. bis 4. Februar am Roten Meer in Eilat (Israel) gegen Bulgarien und Estland als Nummer 1.

Kapitän Jürgen Waber darf auf das derzeit stärkste Team zurückgreifen, neben Paszek sind bei der schwierigen Aufgabe auch Patricia Mayr-Achleitner, Yvonne Meusburger und Doppelspezialistin Sandra Klemenschits mit von der Partie.

ÖTV will wieder nach oben

Ziel ist es freilich, im vierten Versuch die Rückkehr in die Weltgruppe II zu schaffen. Doch dies ist aufgrund des seit einigen Jahren geltenden Modus keine einfache Aufgabe.

Die ÖTV-Damen müssen zunächst in Gruppe A den Sieg schaffen und dann in einem Play-off gegen den Sieger der Gruppe C (mit Schweden, Ungarn, Griechenland und Bosnien-Herzegowina) bestehen. Dann erst wäre man für das Play-off der Weltgruppe II am 21./22. April qualifiziert.

Paszek und Co. reisen am Sonntag in Richtung Tel Aviv ab, danach folgt die Weiterfahrt an die Südspitze Israels nach Eilat, das auch schon vor einem Jahr Schauplatz dieses Events war.

"Sind auf Augenhöhe"

"Wir sind zwar nicht die Favoriten, aber wir sind auf Augenhöhe. Ich glaube an unsere Spielerinnen und bin überzeugt, dass wir mit der Konkurrenz mithalten können", glaubt Fed-Cup-Captain Waber.

2011 landete die durch einen Grippevirus geschwächte ÖTV-Equipe nach einem Gruppen-Sieg und zwei -Niederlagen mit einem Play-off-Erfolg über Luxemburg nur auf Platz neun.

Kapitän Waber ist froh, dass es in Australien eine Aussprache mit allen Spielerinnen gegeben hat.

An einem Strang ziehen

"Wir haben bei einem gemeinsamen Abendessen ein produktives Gespräch in guter Atmosphäre gehabt und auch unangenehme Themen angesprochen", sagte Waber. Das Team wolle nun gemeinsam an einem Strang ziehen und nur das eine Ziel, den Wiederaufstieg, verfolgen.

Die Rückkehr Paszeks hat wohl ein wenig auch damit zu tun, dass ein Antreten für das Nationalteam eine Bedingung für eine Nominierung für die Olympischen Spiele in London ist. Da Paszek schon so lange nicht mehr im Team war, bedarf es ohnehin bereits einer Sondergenehmigung.

"Aber eine Tamira Paszek gehört bei Olympia auf Rasen sicher zu den Spielen", sagte Waber über die Wimbledon-Viertelfinalistin des Vorjahres.

Estland ohne Kanepi

Nun liegt aber der Fokus freilich einmal auf den ersten beiden Gruppenspielen am Donnerstag gegen Estland und Freitag gegen Bulgarien (jeweils 09.00 Uhr MEZ). Waber wollte den neuesten Informationen, wonach Estland nun ohne seine Nummer 1, Kaia Kanepi, auskommen muss, noch nicht ganz Glauben schenken.

"Wenn sie wirklich nicht kommt, dann sind wir gegen Estland Favorit", sagte der Oberösterreicher. Gegen Bulgarien, mit Tswetana Pironkowa an der Spitze, werde es eine ausgeglichene Partie werden.

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