Fünf Monate Pause sind genug

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Venus Williams steht im Fed Cup vor Comeback

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Venus Williams sieht wieder Licht am Ende des Tunnels.

Seit ihrer Aufgabe in der ersten Runde der US Open im September nahm die ehemalige Weltranglisten-Erste an keinem Wettkampf mehr teil.

Die US-Amerikanerin plagte sich mit den Auswirkungen des Sjogren-Syndroms herum.

Eine Autoimmun-Erkrankung, die Müdigkeit und Muskelschmerzen verursacht.

Comeback im Fed Cup

An diesem Wochenende wird Venus Williams in Worcester (Massachusetts) im Fed-Cup-Duell gegen Weißrussland in der Weltgruppe II wieder zum Schläger greifen.

Nach dem ersten Training am Mittwoch sprüht die siebenfache Grand-Slam-Gewinnerin wieder voller Tatendrang.

Williams freut sich über Rückkehr ins US-Team

"Einfach nur in einem Team zu sein und ein bisschen Adrenalin zu spüren gibt mir viel Energie", erklärte Williams am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

"Ich muss jede Woche in einem Team sein und nicht alleine zu Hause."

Für die 31-Jährige war es schwer, den Unterschied zwischen einer Verletzung und einer Krankheit zu lernen. Sie musste sich im Training in Zurückhaltung üben. 

"Man muss akzeptieren, wie man sich fühlt und wo man seine Grenzen hat. Man muss auf seinen Körper hören und auf sich achtgeben. Früher wollte ich mit dem Kopf durch die Wand."

Rückkehr in die Weltgruppe angepeilt

"Es gibt aber einfach Dinge, die kann man selbst mit dem größten Willen nicht schaffen. Ab und an muss ich immer noch daran erinnert werden, einen Gang zurückzuschalten. Eines Tages wird das aber hoffentlich nicht mehr nötig sein."

Im Fed Cup geht es für die USA um die Rückkehr in die Weltgruppe, die sie nach einer bitteren 0:5-Niederlage gegen Deutschland verlassen mussten. Damals fehlte Venus Williams wegen einer Hüftverletzung.

"Das war sehr schwierig für mich. Ich konnte nur von draußen zuschauen und dem Team nicht helfen."

Weißrussland kommt mit Azarenka

Gegen Weißrussland, das mit der frischgebackenen Australian-Open-Siegerin und neuen Nummer eins Victoria Azarenka nach Worchester kommt, könnte es laut US-Kapitän Mary Joe Fernandez schon am Samstag zu einem Einsatz kommen.

"Die Trainingsleistungen am Mittwoch waren vielversprechend. Für das Team ist es aber auch so schon sehr wichtig, dass Venus wieder zurück ist."

"Venus ist ein großer Motivator"

"Sie ist ein großer Motivator! Ihr Einsatz und ihr Wille färben auch auf die anderen Spielerinnen ab."

Fernandez hat bei der Aufstellung mehrere Optionen zur Verfügung. Neben Venus kann sie auf deren Schwester Serena, die Doppel-Weltranglisten-Erste Liezel Huber und die beiden Talente Christina McHale und Sloane Stephens zurückgreifen.

"Am zweiten Tag könnten wir noch einmal umstellen. Das ist ein großer Vorteil", so Fernandez.

Weißrussland bietet neben Azarenka mit Anastasia Yakimova (WTA-Nr. 65) und Olga Govortsova (WTA-Nr. 97) allerdings auch noch zwei gestandene Spielerinnen auf.

Christian Frühwald

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