Tschechien am Ziel aller Träume

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Kvitova führt Tschechien zum Fed-Cup-Triumph

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Tschechien ist zum dritten Mal innerhalb von nur vier Jahren Fed-Cup-Champion, Deutschland muss weiter auf den ersten Triumph seit 1992 warten.

Petra Kvitova stellte am Sonntag vor neuerlich 13.000 Zuschauern in der O2-Arena in Prag im Spitzenspiel gegen Angelique Kerber nach 2:57 Stunden mit einem 7:6 (5), 4:6, 6:4 die uneinholbare 3:0-Führung gegen Finalgegner Deutschland her.

Das deutsche Doppel Sabine Lisicki/Julia Görges bezwang zwar Andrea Hlavackova/Lucie Hradecka 6:4, 6:3, doch am Ende war es nicht mehr als Ergebniskosmetik

Kvitova war auch schon maßgeblich an den Titeln 2011 und 2012 beteiligt gewesen. Insgesamt war es schon der achte Fed-Cup-Triumph für Tschechien, fünf Siege wurden noch als CSFR errungen.

Zahlreiche Chancen vergeben

Kerber hätte es an diesem Tag gleich mehrfach in der Hand gehabt, den Länderkampf mit einem Sieg zumindest offenzuhalten. Die Weltranglisten-Zehnte führte im ersten Satz schon mit 5:2 und schaffte es nicht, einen ihrer sechs Satzbälle zu verwerten.

Nach 76 Minuten war es dann Kvitova, die den ersten Durchgang für sich entschied und dann in der Folge auch rasch mit 3:0 in Front ging. Doch angefeuert von Team-Kapitänin Barbara Rittner und ihren Kolleginnen bewies Kerber tollen Kampfgeist.

Kvitova zeigt Kämpferqualitäten

Sie holte sich den zweiten Satz und ging im dritten sogar mit 4:1 in Führung. Obwohl Kvitova mit Krämpfen und Oberschenkelproblemen große Mühe hatte, zeigte auch die zweifache Wimbledonsiegerin in dem spannenden Einzel der beiden Nummern eins ihre Kämpferqualitäten - und sicherte sich und ihrem Land den dritten Titel in nur vier Jahren.

Unter den jubelnden Zuschauern war übrigens auch Tennis-Legende Martina Navratilova, gebürtige Tschechin und seit Jahrzehnten US-Amerikanerin.

Rittner will "Scheiß-Ding" noch gewinnen

"Wenn wir gestern so angefangen hätten, hätte es für mehr gereicht. Wir haben heute unser wahres Gesicht gezeigt", sagte Rittner nach dem packenden Match. "Ich bin saustolz. Wir werden zurückkommen und wir werden dieses Scheiß-Ding gewinnen, so wahr ich hier stehe."

Das vierte Einzel zwischen Lucie Safarova und Andrea Petkovic wurde nicht mehr gespielt.

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