Historischer Fed-Cup-Abstieg

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Österreichs Fed-Cup-Damen steigen ab

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Österreichs Tennis-Damen sind nur mehr viertklassig!

Das ÖTV-Team verlor am Samstagabend in Budapest das Relegations-Duell gegen Lettland mit 1:2 und steigt erstmals in der Verbandsgeschichte in die Europa/Afrika-Zone II ab.

Grabher unterliegt Wimbledon-Siegerin

Die 18-jährige Vorarlbergerin Julia Grabher unterlag im Auftaktmatch gegen Jelena Ostepanko mit 2:6, 1:6.

Ostepanko, amtierende Wimbledon-Siegerin bei den Junioren, ist zwar ein Jahr jünger als die Dornbirnerin, gilt aber als großes Talent.

Haas holt einzigen Sieg

Danach glich die ebenfalls erst 18 Jahre junge Oberösterreicherin Barbara Haas mit einem 6:0, 2:6, 6:0-Erfolg über Diana Marcinkevica auf 1:1 aus.

Damit sorgte Haas zugleich auch für den ersten und einzigen Sieg in dieser Woche für die ÖTV-Damen, die nach einem Jahr Pause wieder von Jürgen Waber betreut wurden.

Grabher/Klemenschits verlieren Doppel

Im entscheidenden Doppel mussten sich Grabher/Klemenschits Marcinkevica/Ostapenko schließlich mit 5:7, 3:6 geschlagen geben.

Im zweiten Satz vergaben die ÖTV-Damen Breakchancen auf eine 4:1-Führung. Danach gelang ihnen allerdings kein Game-Gewinn mehr.

"Es war ein sehr ausgeglichenes Doppel, bei dem wir viele Chancen gehabt haben. Am Ende hatte der Gegner aber um eine kleine Spur mehr Qualität und hat verdient gewonnen", analysierte Waber in einer ÖTV-Aussendung.

Rabenschwarze Fed-Cup-Woche

Österreich musste als Letzter der Gruppe A in der Relegation antreten, da es sowohl gegen Serbien, das in Folge den Aufstieg schaffte, als auch gegen Gastgeber Ungarn klare 0:3-Niederlagen setzten.

Gegen Ungarn musste zudem die heimische Nummer eins Patricia Mayr-Achleitner wegen einer Grippe-Erkrankung vorzeitig aufgeben.

Die Tirolerin war in Folge auch gegen Lettland nicht wieder einsatzfähig. Tamira Paszek fühlte sich nach einer Adduktorenverletzung noch nicht fit genug.

"Unsere Jungen sind in die Bresche gesprungen"

"Jene Leute, die behauptet haben, es wäre eine einfache Gruppe, sollen sich überlegen, wer aufgestiegen ist, nämlich Serbien. Nur weil man einzelne Spielerinnen vielleicht nicht kennt, heißt das nicht, dass sie keine Qualität haben", verteidigte Waber seine Spielerinnen.

"Bei uns war es leider so: Unsere Nummer eins war fit, aber nicht gesund, unsere Nummer zwei war gesund, aber nicht fit. Unsere Jungen sind in die Bresche gesprungen, haben sich gut präsentiert und wir sollten froh sein, dass wir sie haben."

Liechtenstein und Ägypten warten

In der Europa/Afrika-Zone II wird Österreich im kommenden Jahr in einer von zwei Vierer-Gruppen antreten und um den Wiederaufstieg kämpfen.

Mögliche Gegner sind Liechtenstein, Finnland, Slowenien, Ägypten, Bosnien sowie zwei Aufsteiger von der Europa/Afrika-Zone III - der letzten Fed-Cup-Klasse.

Waber warnt trotzdem vor Überheblichkeit: "Es sind überall gute Spielerinnen dabei. Es wird auch in der Europa/Afrika-Zone II kein Zuckerschlecken!"

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