Schweres Los für ÖTV-Damen

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Kein einfaches Los für ÖTV-Damen

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Der angestrebte Weg des österreichischen Fed-Cup-Teams von der Europa/Afrika-Zone I in die Weltgruppe II wird auch heuer beim vierten Anlauf steinig.

Bei der am Montag in London vorgenommenen Auslosung kam das ÖTV-Damen-Team mit Estland und Bulgarien in die Dreier-Gruppe A.

Für den Aufstieg sind vom 1. bis 4. Februar in Eilat/Israel außer dem Gruppengewinn noch ein Sieg sowie später einer im Play-off nötig.

"Es ist eine offene Gruppe"


"Es ist eine offene Gruppe", erklärte ÖTV-Kapitän Jürgen Waber.

"Die Doppel werden entscheidend sein." Auf den Nummer-1-Positionen haben zumindest derzeit die Estinnen einen klaren Vorteil, können sie doch auf Brisbane-Siegerin Kaia Kanepi bauen.

"Sie wird beim Fed Cup der große Star sein, sie ist derzeit in einer überragenden Verfassung", sagte Waber. "Sie kann eine ganz Große werden."

Waber hofft auf Kanepi-Absage

Dem Coach wäre es nicht unrecht, würde die 26-Jährige nach einem langen Verbleib in den Australian Open auf den sofort danach anstehenden Trip nach Israel gar verzichten.

Denn die übrigen estnischen Spielerinnen stehen nicht in den Top 500.

Bei den Bulgarinnen liegen die hinter Zwetana Pironkowa (WTA-48.) folgenden Dia Ewtimova (155.) und Eliza Kostowa (157.) hinter Österreichs Nummer drei.

Zweier-Position als Vorteil

"Auf der Zweier-Position haben wir sicher einen Vorteil", schätzte Waber die Situation ein. In seinen Kader hat er Tamira Paszek (44.), Patricia Mayr-Achleitner (98.), Yvonne Meusburger (139.) sowie Doppel-Spezialistin Sandra Klemenschits (Doppel-79.) berufen.

Die Salzburgerin spielt sicher eine starke Rolle in Wabers Überlegungen. Besonders erfreulich ist aber die Waber vorliegende prinzipielle Zusage von Paszek.

Paszek seit 2008 nicht mehr im Fed Cup dabei

Paszek hat seit April 2008 nicht mehr Fed Cup gespielt, als das Team mit einem 2:3 gegen die Schweiz aus der Weltgruppe II abgestiegen ist.

Ohne die Vorarlbergerin misslang 2009 noch unter Alfred Tesar sowie 2010 und 2011 unter Waber der Aufstieg. Während vor zwei Jahren aber immerhin der Gruppensieg gelang, entging die Waber-Truppe im vergangenen Jahr - ebenfalls in Eilat - nur knapp dem Abstieg.

"Bedingungen kommen Tamira entgegen"

"Die haben einen zügigen Hardcourt, die Bedingungen kommen Tamira entgegen", analysierte der 40-jährige Trainer.

"Aber auch Pironkowa wird sich wohl fühlen." Waber reist am Mittwoch ab, um bei den Australian Open seine wie auch die gegnerischen Spielerinnen zu studieren.

Paszek und Mayr-Achleitner stehen im Hauptfeld, Meusburger spielt wie Martin Fischer bei den Herren Qualifikation. Klemenschits bleibt in der Heimat.

Beschwerliche Anreise

Die nach den 2011-Erfahrungen beschwerliche Anreise tritt das ÖTV-Team am 29. Jänner an, dem Australian-Open-Finaltag. Noch für diesen Tag ist ein Training angesetzt, am Tag darauf wird zweimal trainiert.

Die vier Gruppen werden vom 1. bis 3. Februar gespielt, die vier Sieger-Teams machen sich am 4. Februar zwei Aufsteiger aus.

Diese müssen noch später gegen Teams aus der Weltgruppe II um den Aufstieg in ebendiese spielen.

Auslosung Fed Cup - Europa/Afrika-Zone I (1.-4. Februar inEilat/Israel):

Gruppe A: Estland, ÖSTERREICH, Bulgarien

Gruppe B: Schweden, Ungarn,Griechenland, Bosnien und Herzegowina

Gruppe C: Niederlande,Großbritannien, Israel, Portugal

Gruppe D: Polen, Rumänien,Kroatien, Luxemburg

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