So viel Klasse steckt in Wien

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Star-Armada gibt sich in der Stadthalle die Ehre

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Erstmals firmiert das traditionsreiche Stadthallen-Turnier in Wien unter dem in diesem Jahr neu erworbenen ATP-500-Logo.

Dank der höheren Kategorie gibt es bei den Erste Bank Open 2015 nicht nur doppelt so viele Weltranglisten-Punkte zu holen wie bisher, auch das Preisgeld wurde auf beachtliche 2,324 Millionen Euro angehoben.

Kein Wunder, dass sich in diesem Jahr so viele Weltklassespieler wie noch nie auf der Nennliste tummeln.

Mit David Ferrer und Kevin Anderson werden sogar zwei aktuelle Top-10-Spieler mit von der Partie sein.

Dahinter tummeln sich reihenweise prominente Namen wie John Isner, Jo-Wilfried Tsonga oder Gael Monfils. LAOLA1 stellt die wichtigsten Stars in der Stadthalle vor:

David Ferrer

Angeführt wird die Setzliste vom Weltranglisten-Achten David Ferrer, der sich im Vorjahr in Wien in einem ebenso hochklassigen wie dramatischen Endspiel dem Schotten Andy Murray in drei Sätzen knapp geschlagen geben musste. „Im vergangenen Jahr hat es nicht ganz zum Sieg gereicht, aber ich habe dennoch tolle Erinnerungen an dieses Turnier. Wien zu gewinnen, ist definitiv ein Ziel von mir“, kommt der 33-jährige Spanier, der bereits 24 ATP-Turniersiege auf seinem Konto hat, voll motiviert nach Österreich. In der laufenden Saison hat Ferrer die Titel in Doha, Rio de Janeiro und Acapulco geholt.

Kevin Anderson

Kevin Anderson ist der zweite aktuelle Top-10-Spieler im Hauptfeld der Erste Bank Open. Der 2,03 Meter große Rechtshänder ist für seinen hammerharten Aufschlag bekannt. Dominic Thiem kennt diesen mittlerweile zur Genüge: Drei Mal bekam es der Niederösterreicher mit dem 29 Jahre alten Südafrikaner zu tun, dabei reichte es in keiner dieser Partien nicht einmal zu einem Satzgewinn. Insgesamt stand Anderson heuer in drei Endspielen, mit dem Titel klappte es aber nur in Winston-Salem.

John Isner

Noch fünf Zentimeter größer als Anderson ist John Isner: Und dank seiner Größe ist natürlich auch der 30-jährige US-Amerikaner ein Aufschlag-Kanonier erster Güte. „Der serviert, als ob er aus dem zweiten Stock serviert“, beschrieb Jürgen Melzer einmal das Service des Aufschlag-Kanoniers. Die Schwierigkeit beim Return von Isners Aufschlägen liegt nämlich gar nicht so sehr an der hohen Geschwindigkeit, sondern vielmehr am extrem hohen Absprung-Winkel des Balls, der vor allem bei der Rückhand sehr wirkungsvoll ist. Isner feierte übrigens acht seiner zehn Turniersiege auf amerikanischem Boden – die beiden anderen holte er in Auckland.

Jo-Wilfried Tsonga

Verletzungsbedingt konnte Jo-Wilfried Tsonga erst verspätet in dieser Saison durchstarten. Bei den French Open stürmte der rmittlerweile 30-jährige Franzose dafür gleich bis ins Halbfinale. Bei den US Open scheiterte er im Viertelfinale nur hauchdünn im Viertelfinale an Vorjahres-Sieger Marin Cilic. Die Hallen-Saison begann für Tsonga mit dem Turniersieg in Metz nach Wunsch. In Peking setzte es für den ehemaligen Weltranglisten-Fünften zwar eine Erstrunden-Niederlage gegen den Waldviertler Andreas Haider-Maurer, danach zog er aber beim ATP-1000-Turnier in Shanghai nach einem Sieg über Rafael Nadal ins Endspiel ein, wo er am Sonntag auf Novak Djokovic trifft. Tsonga greift nach seinem Triumph 2011 heuer nach seiner zweiten Wien- Trophäe. „Mir gefällt nicht nur die Stadt sehr gut, auch das Turnier ist perfekt organisiert. Dass es jetzt ein 500er-Event ist, hebt noch einmal die Attraktivität.“

Gael Monfils

Mit Gael Monfils kommt ein weiterer französischer Publikumsliebling in die Wr. Stadthalle. Der ehemalige Weltranglisten-Erste bei den Junioren ist dank seiner spektakulären Spielweise auf der ganzen Welt ein gerngesehener  Gast. Sportlich lief es für den 29-Jährigen bislang nicht unbedingt nach Wunsch: In Marseille stand er im Endspiel, beim ATP-1000-Turnier in Monte Carlo schaffte es Monfils unter die letzten vier.

Ivo Karlovic

Mit Ivo Karlovic ist  ein frischgebackener Weltrekordler in Wien zu Gast. Der 36-jährige Kroate übertraf vor wenigen Wochen seinen Landsmann Goran Ivanisevic, der in seiner Karriere insgesamt 10.227 Asse schlug. „Es ist ein großartiges Gefühl“, strahlte Karlovic, der sich heuer in Delray Beach zum ältesten Titelgewinner seit Jimmy Connors 1989 in Tel Aviv krönte. „Mein Aufschlag ist meine größte Waffe und ich bin sehr stolz auf ihn“, will er seine größte Stärke auch in der österreichischen Bundeshauptstadt ausspielen.

Tommy Haas

Zwei Mal (2001 und 2013) gewann Tommy Haas bereits das Stadthalle-Turnier. Kein Wunder, dass Turnierdirektor Herwig Straka den 37-jährigen Deutschen bei seinem Comeback unterstützt und ihn deshalb mit einer Wild Card für den Hauptbewerb ausstattete. Der gebürtige Hamburger fieberte seinem Auftritt bei den Erste Bank Open schon entgegen: „Ich habe zweimal in Wien gewonnen und deshalb natürlich sehr schöne Erinnerungen an dieses Turnier. Die Aufwertung zu einem 500er-Event macht die Veranstaltung sowohl für die Spieler als auch die Fans noch attraktiver."

 

 

Christian Frühwald

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