Das abgebrühte "Babyface"

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Isner nach Tiebreak-Krimi im Achtelfinale von Wien

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Der Erste der drei topgesetzten Spieler des mit 2,324 Millionen Euro dotierten Erste Bank Open steht im Achtelfinale:

John Isner kämpfte sich am Dienstag mit einem 7:6(4),7:6(5)-Erfolg im Duell zweier starker Aufschläger gegen den französischen Qualifikanten Kenny de Schepper weiter.

In Runde zwei trifft die Nummer 13 der Welt jetzt auf den Ukrainer Sergej Stachowskij.

"Das war ein hartes Match"

"Ja, ich bin sehr glücklich, dass ich weiter bin. Das war ein hartes Match. Irgendwie ist er eine Art Linkshänder-Version von mir", konstatierte der 30-jährige US-Amerikaner. "Er hat sehr gut serviert. Das Match ist nur bei ein paar Punkten entschieden worden, die ich gewinnen konnte", so Isner.

Isner ist erstmals seit 2009 wieder in Wien, diesmal ist er aber nicht gleich in der ersten Runde ausgeschieden. "Die Arena, der Court und die Bälle sind fantastisch. Es ist ein großartiger Schauplatz", sagte der 2,08-m-Riese, der sich in Wien sehr wohlfühlt.

Das Meeting mit Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer am Vortag hat ihn beeindruckt. "Ich habe gestern Präsident Fischer getroffen. Das ist war so eine Ehre für mich."

Keine Sorge über US-Tennis

Über das US-Herren-Tennis, das seit Jahren nach einem absoluten Topstar sucht, macht er sich persönlich nicht so viele Sorgen.

"Die Dinge kommen und gehen in Zyklen. Derzeit geht es nach unten, aber für mich ist das nicht wirklich belastend. Ich bin stolz, Nummer 12 der Welt (im Race, Anm.) zu sein. Wäre ich vor 20 Jahren 12 in der Welt gewesen, wäre ich der viert- oder fünftbeste Amerikaner gewesen." Zudem wisse er, dass es ein paar sehr starke junge Nachwuchsspieler gibt.

"Babyface" Isner

Der Mann, der nicht wie 30 aussieht, glaubt, dass er noch einige gute Jahre vor sich hat.

"Ich habe ein Babyface", sagt er von sich selbst. "Ich fühle mich physisch großartig. Ich bin so groß und ich muss sehr hart arbeiten. Aber ich habe mit dem Profi-Tennis erst mit 22 angefangen, auf eine gewisse Art und Weise bin ich noch jung."

Für das Race to London wird es knapp werden. Auch wenn er sich einen Platz in den Top 8 beim Saisonfinale nach den US Open zum Ziel gesetzt hatte.

"Ich war in den letzten fünf Jahren in den Top 20, aber nicht wirklich nahe an den Top 8." Wenn dies nicht mehr klappt (er hat aktuell auf den achtplatzierten David Ferrer 1.060 Punkte Rückstand), hat er ein anderes großes Ziel: Das Jahr 2015 in den Top Ten zu beenden.

Zwar war Isner schon einmal in diesem Kreis, aber noch nie zu Jahresabschluss. "Da habe ich eine gute Chance darauf, das wäre etwas Großes für mich."

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