David Ferrer ist Wien nicht böse

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Ferrer holt sich Viertelfinal-Kracher gegen Fognini

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Schön langsam kommt Vorjahres-Finalist David Ferrer auf Touren.

Plagte sich der topgesetzte Spanier in der ersten Runde noch zu einem mühsamen Drei-Satz-Erfolg über Landsmann Albert Ramos-Vinolas, hatte er mit Guillermo Garcia-Lopez deutlich weniger Erbarmen.

Mit 6:1, 6:1 schoss der 33-Jährige seinen Kontrahenten vom Center Court.

„Jedes Spiel ist anders. In der ersten Runde habe ich einige Probleme gehabt. Heute habe ich sehr gut gespielt, kaum Fehler gemacht und mich gut bewegt“, analysierte er zufrieden.

Kampf um Tour-Finale

Von einem möglichen Titelgewinn will Ferrer allerdings noch nichts wissen: „Ich muss noch zwei gute Matches abliefern, um im Finale zu stehen.“

Für den Weltranglisten-Achten geht es schließlich noch um die Qualifikation für das ATP-World-Tour-Finale in London.

Durch den Viertelfinal-Einzug in der Wiener Stadthalle hat er mit über 1.000 Punkten Vorsprung allerdings eine ausgezeichnete Ausgangsposition. „Die anderen Spieler stehen sicherlich mehr unter Druck als ich.“

Starke Saison trotz Verletzung

Sollte er das Jahr unter den besten acht Spieler beenden, kann der ehemalige Weltranglisten-Dritte auch zufrieden Bilanz ziehen.

Schließlich konnte er im Sommer aufgrund einer Ellbogen-Verletzung in drei Monaten nur ein Turnier bestreiten und musste unter anderem auf Wimbledon verzichten.

Trotzdem konnte er in dieser Saison vier Turniere gewinnen und stand bei den French Open im Viertelfinale.

Ferrer trauert 500er in Valencia nach

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht Ferrer das neue 500er Turnier in Wien.

Zwar fühlt sich der Spanier in der österreichischen Bundeshauptstadt pudelwohl, doch die Lizenz für die neue Turnier-Kategorie erwarb Turnierdirektor Herwig Straka von Valencia – der Heimatstadt von Ferrer.

„Das finde ich natürlich ein bisschen schade. Aber bei uns hatte man kein Geld mehr für dieses Turnier und das ist ja nicht der Fehler von Wien. Für euch ist das jetzt eine tolle Sache. Außerdem gefällt es mir hier auch sehr gut. Das Publikum unterstützt mich und auch die Stadt ist sehr schön.“

Viertelfinal-Kracher gegen Fognini

Am Freitag bekommt es Ferrer im Viertelfinale mit dem italienischen „Bad Boy“ Fabio Fognini zu tun. Ein Leckerbissen für Tennis-Fans scheint garantiert.

Auch wenn die Statistik einen eindeutigen Favoriten ausweist: Ferrer gewann alle acht bisherigen Aufeinandertreffen mit dem Freund von US-Open-Siegerin Flavia Pennetta.

Christian Frühwald

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