Del Potro und Tipsarevic in der Wr. Stadthalle

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Gute Nachrichten für die heimischen Tennis-Fans: Die Erste Bank Open in der Wr. Stadthalle gehen in diesem Jahr eine Woche früher über die Bühne.

Bereits von 13. bis 21. Oktober schlagen die internationalen und heimischen Tennis-Asse bei Österreichs größtem Herren-Turnier auf.

Am Mittwoch präsentierten die Veranstalter um Turnier-Direktor Herwig Straka bei einem Medien-Termin die nach Wien kommenden Stars und weitere Neuerungen:

Die Top-Stars

Mit Vorjahres-Finalist Juan Martin del Potro (ARG) und Janko Tipsarevic (SRB) haben die Nummern acht und neun des ATP-Rankings für das Stadthallen-Turnier genannt. "Wir wollten zwei Top-Stars und die haben wir bekommen", freut sich Straka. "Beide sind aktuell in den Top 10 und beide sind bei den US Open noch dabei. Del Potro ist einer der wenigen Spieler auf der Tour, die sogar einem Federer weh tun können. Und Tipsarevic ist jemand, der Farbe ins Spiel bringt." Beim ATP-Turnier in Stuttgart fungierte der serbische Spaßvogel sogar als DJ.

Der Lokalmatador

Bei der Pressekonferenz im ersten Bezirk war auch Österreichs Aushängeschild Jürgen Melzer mit von der Partie. Der zweifache Stadthallen-Sieger (2009, 2010) gibt sich trotz der starken Konkurrenz zuversichtlich: "Das Feld ist sehr anspruchsvoll. Zwei Top-10-Spieler sind in dieser Woche nicht leicht zu bekommen. Für mich ist del Potro der Favorit. Ich würde mich selbst aber auch dazu zählen. Ich habe hier immer gut gespielt."

Die Oldies

Tommy Haas hat in dieser Saison bewiesen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Mit seinen mittlerweile 34 Jahren kratzt er als Weltranglisten-21. bereits wieder an den Top 20. "Für mich ist er mehr als ein Geheimfavorit", meint auch Melzer. Zudem hat mit Lleyton Hewitt ein weiterer Altstar um eine Wild Card angefragt. "Hewitt war noch nie in Wien und wäre dementsprechend attraktiv", liebäugelt Straka mit einer Verpflichtung des ehemaligen Weltranglisten-Ersten aus Australien.

ÖTV-Kooperation

Erstmals wird es eine intensive Kooperation mit dem Österreichischen Tennis-Verband geben. "Die großen Verbände haben die Grand Slams, wir haben die Erste Bank Open", erklärte ÖTV-Präsident Ronald Leitgeb die neuen Synergien. Der ÖTV will die Veranstaltung auf mehreren Ebenen als Plattform für seine Mitglieder und Sponsoren nutzen. Leitgeb selbst wird auch in einer "Sprechstunde" zur Verfügung stehen, Highlight wird aber die Award-Gala am Samstag, bei der erstmals die Ehrung von ÖTV-Spielern und Teams des Jahres im Mittelpunkt stehen. "Die Kooperation ist ein Zeichen der Öffnung des ÖTV", sagte Leitgeb.

Wild Cards

Der zweifache Grand-Slam-Sieger Hewitt steht mit seiner Anfrage nicht alleine da. "Wir haben unmittelbar nach Nennschluss zahlreiche Anfragen von Top-20-Spielern bekommen", ärgert sich Turnierdirektor Herwig Starka. "Das kann ja nicht der Sinn der Sache sein, wenn man ein, zwei Tage nach Nennschluss um eine Wild Card anfragt", will er dieses Problem auch an die ATP herantragen. Schließlich stehen den Veranstaltern nur mehr drei Stück zur Verfügung. Und eine davon wird von einem gemeinsamen Sportausschuss, den unter anderem Thomas Muster und ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel bilden, an einen ausgewählten ÖTV-Spieler vergeben.

 

Christian Frühwald

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