„Durch Tsonga wird noch eine bessere Atmosphäre herrschen“, freut sich Thiem, der die steigenden Erwartungen der heimischen Fans nicht als unangenehm empfindet, sondern sich durch die Zuschauer-Unterstützung noch mehr pushen kann.

Leichte Verkühlung trübt Höhenflug

Dies bewies Thiem bereits im Sommer in Kitzbühel, wo er erstmals das Viertelfinale eines ATP-Turniers erreichte. „Diesmal ist es aber noch schöner, weil ich damals in Kitzbühel mit Jürgen Melzer einen anderen Österreicher eliminieren musste“, gibt er sich ganz patriotisch.

Einziger Wermutstropfen im aktuellen Höhenflug ist eine leichte Verkühlung, mit der sich Thiem herumplagen musste.

„Ich bin nach wie vor ein bisschen verkühlt. Es ist natürlich nicht angenehm, nicht ganz fit zu sein. Solange aber kein Fieber oder Gliederschmerzen dazukommen und es im Rahmen bleibt, ist es noch tragbar.“

Bresnik in Stockholm

Weiterhin nicht in der Wr. Stadthalle mit dabei ist übrigens Chef-Coach Günter Bresnik, der den lettischen Spitzenspieler Ernests Gulbis beim ATP-Turnier in Stockholm betreut. „Der Gulbis braucht ihn wahrscheinlich dringender als ich“, scherzte Dominic bei der Pressekonferenz.

Für ihn sei das aber nichts Ungewöhnliches, da er auch früher fast nie bei den Turnieren dabei war. „Wenn ich in Wien trainiere, kümmert er sich eh rund um die Uhr für mich.“

Durch seinen Vater und Thomas Strengberger sei Thiem sowieso „super betreut.“

Christian Frühwald

 „Tsonga spielt ein extremes Power-Tennis und geht bedingungslos auf die Bälle drauf. Außerdem serviert er unmenschlich, dadurch wird alles viel schwieriger. Ich denke, dass es da Games geben wird, bei denen ich nur links-rechts gehen werde.“

„Muss selbst am Drücker bleiben“

Umso wichtiger wird es für Thiem daher sein, bei den eigenen Aufschlagspielen die volle Konzentration zu bewahren. „Ich muss schauen, dass ich beim eigenen Aufschlag die Punkte diktiere und selbst am Drücker bleibe. Wenn ich den kommen lasse, ist es gleich wieder vorbei. Wenn ich ihn in die Defensive treibe, könnte es dagegen ganz gut ausschauen.“

Einen Vorteil hat der Weltranglisten-149. zudem auf seiner Seite: Während er selbst seinen Kontrahenten seit Jahren regelmäßig im Fernsehen verfolgen konnte, kennt Tsonga seinen Gegner (noch) nicht so genau.

Tsonga zeigt sich gewarnt

„Für einen jungen Spieler ist es immer toll, wenn man gegen einen starken Spieler auf einem großen Platz spielt. Man ist sehr motiviert, das ist für mich gefährlich“, zeigt sich der 28-jährige Franzose gewarnt.

„Die Herausforderung, die ich mag, ist es, einem Jungen zu zeigen, dass es noch ein weiter Weg ist, in die Top Ten zu kommen. Ich will ihm zeigen, was es heißt, Top Ten zu sein.“

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