Australier stoppt Dominic Thiem

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Thiem unterliegt Matosevic im Achtelfinale

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Das Viertelfinale der Erste Bank Open 2012 geht leider ohne österreichische Beteiligung über die Bühne.

Nach dem frühen Aus von Jürgen Melzer musste sich am Donnerstag auch Youngster Dominic Thiem in der Wr. Stadthalle geschlagen geben.

Der 19-jährige Niederösterreicher unterlag dem australischen Weltranglisten-55. Marinko Matosevic 3:6, 6:7 (5).

Thiem hatte nur eine Breakchance

Thiem, der in der ersten Runde gegen Lukas Lacko überraschte, konnte sich in der gesamten Partie nur eine einzige Breakchance - bei 4:3 im zweiten Satz - erarbeiten.

Der von Joshua Eagle gecoachte Matosevic servierte stark, spielte zu konstant und streute kaum einmal einen unerzwungenen Fehler ein. Jeden Punkt musste sich Thiem hart erarbeiten.

Zwei Punkte fehlten zum Satz-Ausgleich

Beim Aufschlag des Australiers mit bosnischen Wurzeln machte der Österreicher gar nur 15 von insgesamt 66 Punkten (23%).

Trotzdem fehlten Thiem im Tiebreak bei 5:5 nur zwei Punkte auf den Satz-Ausgleich. Da nahm er dann aber zuviel Risiko und beendete mit zwei Fehlern die Partie.

"Ein Tiebreak ist immer eine 50:50-Chance"

"Ich war eigentlich recht souverän bei meinen Aufschlagspielen", sagte Thiem. "Ein Tiebreak ist immer eine 50:50-Chance. Leider habe ich dann ein paar Fehler gemacht."

Die Enttäuschung über die Niederlage konnte und wollte er zwar nicht verbergen, mit der Turnier-Woche war der Youngster trotzdem zufrieden.

Thiem fiebert nächsten Einsätzen entgegen

"Ich habe auf jeden Fall wieder eine gute Vorstellung abgeliefert. Ich habe gesehen, dass ich voll dabei bin. Je öfter ich solche Matches habe, desto schneller habe ich eine Konstanz auf diesem Niveau", fiebert er schon seinen nächsten Einsätzen auf der großen Tour entgegen.

Thiem Matosevic
  1. Aufschlag %
68% 61%
Asse 8 7
Doppelfehler 0 0
Punkte 1. Aufschlag 39 von 50 (78%) 32 von 40 (80%)
Punkte 2. Aufschlag 10 von 23 (43%) 19 von 26 (73%)
Punkte Rückschläger 15 von 66 (23%) 24 von 73 (33%)
Breakbälle 0 von 1 (0%) 1 von 4 (25%)
Gesamtpunkte 64 75

Diese könnten schon bald kommen: In der nächsten Woche ist der Weltranglisten-394. dank einer Wild Card in der Qualifikation von Valencia vertreten. Danach geht es wieder zurück auf die Challenger- und Future-Ebene.

"Da gilt es, wieder die in Wien gezeigten Leistungen zu erbringen."

Thiem hat mit Erwartungsdruck keine Probleme

Die gestiegenen Erwartungen in ihn belasten Thiem vorerst nicht. Von vielen wird bereits erwartet, dass er in Bälde in die Fußstapfen von Jürgen Melzer tritt.

"Ich sehe das relativ locker. Jürgen kann sicherlich noch ein paar Jahre auf einem guten Level spielen. Wenn er dann aufhört, sollte ich so gut sein, dass ich die Lücke schließen kann."

"Kann meine Gegner dominieren"

An Vertrauen in seine Fähigkeiten mangelt es ihm nicht. Sein Ranking-Potenzial wolle er nicht definieren, die Grenzen nach oben seien offen.

"Ich kann mit der Vorhand die Gegner dominieren und mein erster Aufschlag bereitet fast allen Spielern Probleme", so Thiem, der aber auch weiß, dass er noch viel verbessern muss.

"Der Aufschlag muss noch konstanter und schneller werden."

Die rot-weiß-rote Tennis-Gemeinde ist jedenfalls mehr als gespannt auf die weitere Entwicklung des talentierten Bresnik-Schützlings.

Christian Frühwald

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