Thiem: "Muss einmal die erste Runde gewinnen"

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Der erste Auftritt von Dominic Thiem bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle war nicht von Erfolg gekrönt.

Zusammen mit seinem 17-jährigen deutschen Doppelpartner Alexander Zverev musste sich der 21-Jährige am späten Montagabend der rein deutschen Paarung Christopher Kas/Philipp Kohlschreiber mit 5:7, 6:3, 9:11 geschlagen geben.

Im ersten Satz führte Thiem bereits mit einem Break, kassiert jedoch das Re-Break zum 5:5 und gibt den Satz noch ab. Im Champions Tie-Break bleibt ein Matchball ungenützt.

Volle Konzentration auf das Einzel

Nun gilt die volle Konzentration dem Einzel, wo er am Dienstag (4. Partie nach 13:50 Uhr) auf den niederländischen Vorjahres-Finalisten Robin Haase trifft.

Thiem ist zum fünften Mal in der Wiener Stadthalle am Start, doch in diesem Jahr ist der Hype um den vielversprechenden Jungstar, der schon auf Platz 38 geklettert ist, noch gestiegen.

"Es ist immer ein Highlight"

"Es ist immer ein Highlight. Es ist super, dass ich das erste Mal aus eigener Kraft im Hauptbewerb und sogar gesetzt bin", freute sich Thiem, ehe er sich die Finger wund schrieb.

Mit Haase hat er freilich trotz Gesetztenstatus alles andere als einen einfachen Gegner am Dienstag.

"Es ist eine schwierige Auslosung, weil er fühlt sich in Österreich pudelwohl und war letztes Jahr hier auch im Finale", erklärte der US-Open-Achtelfinalist.

Doch in Wien sei es ganz anders als überall sonst. "Ich habe das Publikum im Rücken, und das wird unfassbar. Ich freue mich extrem auf morgen."

"Ein unglaublich starkes Feld"

Seine Hoffnungen, weiterzukommen als im Vorjahr (Viertelfinale), sind freilich aufgrund der starken Besetzung nicht gerade gestiegen.

"Es ist ein bisschen schwerer geworden natürlich. Jetzt muss ich einmal die erste Runde gewinnen, dann werde ich weiterschauen. Es ist ein unglaublich starkes Feld hier, da sind die Ziele ein bisschen heruntergeschraubt."

Vor allem die späte Verpflichtung der Top-Stars David Ferrer und Andy Murray lässt die leisen Hoffnungen auf den ersten Titel auf der ATP-Tour etwas schwinden.

"Nach der Verpflichtung dieser beiden bin ich wohl nicht mehr der große Träger des Turniers", lächelte Thiem in Anspielung auf die Werbe-Plakate auf denen der Youngster ganz alleine prangt.

Späte Ansetzung kein Problem

Dass er seine Partie gegen Haase erst sehr spät bestreiten werde, sei für den Niederösterreicher kein Problem. Schließlich habe er nicht nur das Montags-Doppel sehr spät gespielt, sondern auch an den Tagen davor.

"Am Samstag habe ich bis ein Uhr in der Nacht in der Stadthalle trainiert. Das ist schon ein bisschen Tradition, nach der ersten Quali-Runde ein paar Bälle zu schlagen."

Schon dabei ist Thiem aufgefallen, dass der Belag heuer deutlich schneller ist als in der Vergangenheit. "Das ist aber ein genereller Trend auf der Tour. Bei fast allen Turnieren ist es schneller geworden."

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