"Es ist eine besondere Chance für die Stadt Wien"

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In nicht einmal vier Monaten startet mit den Erste Bank Open 2015 (17. bis 25. Oktober) das erste ATP-500-Turnier in Österreich der Geschichte.

Die Vorfreude auf das mit 2,324 Millionen Euro dotierte Top-Event in der Wr. Stadthalle können auch die Veranstalter schwer verhehlen.

„Obwohl wir noch keine großen Ankündigungen gemacht haben, haben wir schon ein paar tausend Karten verkaufen können“, ist Turnierdirektor Herwig Straka mit dem vor nicht einmal zwei Wochen gestarteten Vorverkauf zufrieden.

„Unser Ziel ist einer der Big Four“

Mit Österreichs Nummer eins Dominic Thiem steht ein Zugpferd bereits fest. Die Verhandlungen mit internationalen Stars sind seit Wochen im Gange.

„Wir haben mit Ausnahme von Novak Djokovic bereits mit jedem Top-10-Spieler gesprochen“, erklärt der 49-jährige Steirer. Der serbische Weltranglisten-Erste hatte schon im Vorfeld angekündigt, in der Woche vom 17. bis 25. Oktober kein Turnier bestreiten zu wollen.

Roger Federer, Rafael Nadal und Titelverteidiger Andy Murray seien aber weiterhin ein Thema. „Unser Ziel ist es, jedes Jahr einen der Big Four in die Stadthalle zu bekommen.“

Verstärktes Interesse an Federer

Vor allem um Federer wollen sich die Veranstalter verstärkt bemühen, da die Erste Bank Open im nächsten Jahr einen neuen Termin bekommen und immer zeitgleich mit Federers Heim-Event in Basel ausgetragen werden. „Roger weiß über unser Interesse Bescheid, möchte aber noch den weiteren Saisonverlauf abwarten.“

Zudem befindet sich Straka weiterhin auf Sponsoren-Suche, um weitere Spitzenspieler an Land ziehen zu können. „Das Preisgeld aufzubringen wird schwierig, aber wir sind zuversichtlich, das zu stemmen.“

Weltweit ausgeweitete TV-Präsenz

Langfristiges Ziel sei ein weiterer Groß-Sponsor neben der Erste Bank. Dies könne aufgrund der kurzfristigen Planung in dieser Saison aber erst im nächsten Jahr gelingen. Heuer soll das Budget mit mehreren kleineren Geldgebern ausfinanziert werden.

Ein großer Vorteil der neuen 500er-Kategorie sei die ausgeweitete TV-Präsenz. „Alle Turniere dieser Kategorie werden von ATP Media zentral vermarktet“, erklärt Straka. „Wir haben dadurch die gleiche TV-Präsenz wie Tokio, Dubai oder Rio.“

„Eine besondere Chance für die Stadt“

Mit der Entwicklung des größten Tennis-Turniers in Österreich ist dementsprechend auch der Wiener Stadtradt Christian Oxonitsch mehr als zufrieden. „Es ist eine besondere Chance für die ganze Stadt. Derartige Veranstaltungen wecken auch in der Bevölkerung die Lust am Sport“, setzt er auf die Vorbildwirkung der Stars.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren wird heuer kein 28er-, sondern ein 32er-Raster gespielt. Damit werden auch die vier Topgesetzten schon in der ersten Runde zum Einsatz kommen.

Dritter Court für Trainingseinheiten

Zudem wird ein dritter Court für Trainingseinheiten in der Stadthalle eingerichtet. Dadurch bekommen die Fans die Möglichkeit, auch bei den Sparrings-Sessions der Athleten zuschauen zu können.

„Das ist oft interessanter als so manches Match, da man hier einen ganz neuen Zugang bekommt“, so Straka.

Karten sind zu Preisen zwischen 29 und 72 Euro unter der Tickethotline 01 /79 999 79 sowie über www.stadthalle.com erhältlich.

Christian Frühwald

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