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Melzer und Co. sind bereit für Kasachstan

Am Tag vor der Auslosung für den Davis-Cup-Länderkampf Kasachstan gegen Österreich haben die beiden Teams eine Zwischenbilanz der Vorbereitungen auf das Erstrunden-Treffen von Freitag bis Sonntag in Astana gegeben.

Der allgemeine Tenor aus österreichischer Sicht: Man ist mit den Umständen im Stadion, dem "National Tennis Centre", ebenso zufrieden wie mit der Umstellung auf Sand.

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Einziger Wermutstropfen: Sparringpartner Dominic Thiem musste wegen Weisheitszahn-Schmerzen am Mittwoch vorzeitig die Heimreise antreten.

Umstellung gut überstanden

Jürgen Melzer, der einzige Top-100-Spieler in diesem Weltgruppen-Länderkampf, gefällt die Anlage. "Es ist wirklich ein tolles Stadion. Man merkt, dass es über das ganze Jahr hinweg für Tennis genutzt wird. Wir finden hier optimale Bedingungen vor."

Freilich muss man auf einem nur für eine Woche verlegten Sandplatz mit der einen oder anderen Unebenheit leben.

Die Umstellung vom Sommer in Australien auf Hardcourt in den strengen Winter, allerdings natürlich in der Halle, auf Sandplatz in Astana hat Melzer gut überstanden. Schwieriger ist es da eher, sich wieder an die geduldigere Spielweise, die der Sandplatz erfordert, zu gewöhnen.

Eindrücke von der Stadt

"Diese Umstellung ist natürlich da. Man muss bereit sein wieder eine höhere Flugbahn zu spielen und kann halt nicht so schnell auf den Punkt gehen", sagte Melzer, der allerdings schon eine Woche auf Sand trainiert und sich schon gut adaptiert glaubt.

Von der Hauptstadt des neuntgrößten Landes der Welt, das zum Beispiel fünf Mal so groß wie Frankreich ist, hat Melzer "so gut wie nichts" gesehen.

Lediglich einmal hat das Team auswärts gegessen. "Da sind wir mit dem Auto hingefahren. Da sieht man, dass die Stadt halt schon sehr neu gebaut ist. Es gibt Teile, wo es klassisch 'russisch' ist, es gibt aber auch sehr futuristische Gebäude."

Nicht nur wegen der mangelnden Zeit, auch wegen der eisigen Temperaturen, die bis zuletzt unter minus 20 Grad betrugen, bewegen sich die Spieler nur von Hotel zur Halle und retour.

Mit Antonitsch gleichgezogen

Melzer bestreitet in Zentralasien bereits seinen insgesamt 27. Länderkampf für Österreich. Er hat daher mit Rekordspieler Alexander Antonitsch gleichgezogen.

Dem 31-jährigen Niederösterreicher bedeutet der Davis Cup sehr viel, wie auch sein Neo-Trainer Alexander Waske zuletzt bestätigte.

"Er ist ein absoluter Patriot, er will für Österreich siegen. Er hat das von Anfang an gesagt, die Planung muss darauf ausgerichtet sein, dass er im Davis Cup gut spielen kann", erklärte Waske zuletzt in der Südstadt.

Doppel wieder ohne Melzer?

Durchaus möglich, dass Melzer diesmal erneut ein Doppel erspart bleibt. Der frühere Weltranglisten-Achte hatte auch bei den vergangenen drei Länderkämpfen den Samstag-Auftritt ausgelassen.

"Die Spieler wissen es, wir haben natürlich mit dem Jürgen immer die Option dabei", sagte Trimmel zu dieser Thematik wenig kryptisch.

Trimmel hat gemeinsam mit Assistant Coach Joakim Nyström jede Trainingseinheit der Kasachen beobachtet und rechnet damit, dass Golubjew an allen drei Tagen spielen wird.

Rosen werden gestreut

Der kasachische Kapitän Diaz Dozkarayev wollte sich freilich 24 Stunden vor der Auslosung nicht in die Karten blicken lassen.

"Im Davis Cup ist alles möglich. Wir spielen zu Hause, das wird uns helfen. Aber Österreich hat ein sehr gefährliches Team. Sie haben auch sehr starke Doppelspieler."

Für eine Überraschung gut

Dozkarayev sieht sein Team nicht als Favorit, doch er erinnert an einige Erfolge seines Teams:

So besiegten die Kasachen 2010 die Schweiz (mit Stanislas Wawrinka, ohne Roger Federer) im Weltgruppen-Playoff vor eigenem Publikum 5:0 und schafften 2011 mit einem überraschenden 3:2-Auswärtssieg gegen die von Tomas Berdych angeführten Tschechen den Einzug ins Viertelfinale.

2012 scheiterten sie wie Österreich (im Viertelfinale) schon in Runde eins an Spanien, schafften mit einem 3:1 über Usbekistan aber den Klassenerhalt in der Weltgruppe.

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