"Es geht nicht immer nach der Papierform“

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Spanien hat den größeren und besseren Kader.“

ÖTV-Kapitän Clemes Trimmel gibt sich vor dem Kräftemessen im Davis-Cup-Viertelfinale (6. bis 8. April) mit Titelverteidiger Spanien keinen Illusionen hin.

Superstar Rafael Nadal hat zwar abgesagt, mit David Ferrer, Nicolas Almagro, Marcel Granollers und Marc Lopez verfügen die Iberer aber immer noch über ein mehr als hochkarätiges Team.

„Geht nicht immer nach der Papierform“

Aufgrund der hohen Dichte (13 Top-100-Spieler!) hätten auch weitere Absagen nicht viel ausgemacht. „Die ersten vier, fünf Spieler sind bei den Spaniern auf Sandplatz auf einem extrem hohen Niveau“, ist Trimmel klar.

Zudem dürfen die Spanier auch auf den Heimvorteil bauen. Gespielt wird in Marina D’Or – einer kleinen Hafenstadt nahe Valencia. Natürlich auf Sand.

Die krasse Außenseiter-Position sieht der 33-jähige Wiener aber nicht so tragisch. „Wir haben schon gegen Russland gesehen, dass es nicht immer nach der Papierform geht. Da hätten wir auch das Doppel gewinnen müssen und auch mit dem Erfolg vom Andi (Anm.: Haider-Maurer) am ersten Tag haben wir nicht gerechnet.“

Keine Spekulationen

Die Spekulationen, wer welche Punkte holen kann oder soll, hält Trimmel sowieso für unnötig. „Wir malen uns da keine verschiedenen Szenarien aus. Jeder Sieg zählt, jeder Punkt ist entscheidend. Am Ende des Tages müssen wir schauen, was dabei rauskommt.“

Würde Österreich am Oster-Wochenende im Head-to-Head gegen Spanien auf 4:1, wäre dies „ein sporthistorischer Erfolg. Die Chancen sind gering. Im Sport ist aber alles möglich.“

Haider-Maurer fit für den Davis Cup

Darauf baut auch Andreas Haider-Maurer: Österreichs Nummer zwei  zog sich vor zwei Wochen eine Bänderverletzung zu, ist nach seiner Behandlung bei Trimmel-Bruder Lukas aber wieder auf dem Weg der Besserung.

„Der Heilungsprozess ist zum Glück schnell gelaufen. Ich stehe schon seit Donnerstag letzter Woche wieder auf dem Platz und bin bereits zu 100 Prozent belastbar. Beim Davis Cup bin ich also voll einsatzbereit.“

Duell mit Ferrer am Freitag

Falls es bei den Aufstellungen keine Überraschungen gibt, würde der 24-jährige Waldviertler am Freitag zum Auftakt auf die spanische Nummer eins David Ferrer treffen.

„Ich kann ganz locker gegen Ferrer reingehen. Ich bin klarer Außenseiter. Er ist einer der besten Spieler der Welt – ich kann also nur gewinnen“, gibt sich „AHM“ vor einem möglichen Duell mit dem Weltranglisten-Fünften entspannt.

Christian Frühwald

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