Wer wird neuer Davis-Cup-Kapitän?

Aufmacherbild

Am Montag hat es Stefan Koubek im LAOLA1-Interview bereits angedeutet, dass es für ihn wohl nichts mit dem Posten des österreichischen Davis-Cup-Kapitäns wird.

Einen Tag später bestätigte der österreichische Tennisverband (ÖTV) durch Generalsekretär Peter Teuschl, dass der eben erst zurückgetretene Kärntner definitv nicht die Nachfolge von Gilbert Schaller antreten wird.

Der 42-jährige Steirer zieht sich ja nach dem Weltgruppen-Playoff in Antwerpen gegen Belgien (16-18. September) von seinem Posten zurück.

In den Fußstapfen von Muster

Anfang 2007 trat Schaller in die Fußstapfen von Thomas Muster. Ein Erfolg in der Weltgruppe blieb ihm in seiner Ära zwar verwehrt, dafür schaffte er bis auf eine Ausnahme auch immer den Klassenerhalt in der obersten Spielklasse.

In Zukunft will sich Schaller auf seine Funktion als ÖTV-Sportdirektor konzentrieren. Doch wer soll ab 2012 "Handtuch und Klappe halten" (Zitat Thomas Muster)?

Keine leichte Suche

Die Suche ist nicht leicht, wie ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl offen zugibt: "Leute zu finden, die nicht schon Davis-Cup-Kapitän waren und es auch gerne werden möchten, ist nicht so einfach."

LAOLA1 hat sich für den ÖTV in Österreich ein bisschen umgeschaut und fünf mögliche Kandidaten herausgesucht und deren Chancen auf den Posten beurteilt.

Clemens Trimmel

Lange Jahre galt Clemens Trimmel als eines der ganz großen heimischen Talente. Den Durchbruch schaffte der mittlerweile 33-jährige Wiener aber nie. Hauptgrund dafür war sein Verletzungspech: Nachdem er im April 2001 bereits auf den 147. Weltranglistenplatz kletterte, konnte er aufgrund mehrerer schwerer Verletzungen von Jänner 2002 bis Februar 2004 keine Turniere bestreiten. Ende 2004 hängte der zweifache Davis-Cup-Spieler das Racket endgültig an den Nagel. Dem Tennis blieb Trimmel aber immer verbunden und auch zu den aktuellen Spielern hat er ein gutes Verhältnis. Allerdings arbeitet er schon seit Jahren für eine Sportwetten-Firma. Diese Verbindung könnte ihm im Kampf um den Posten des Davis-Cup-Kapitäns zum Verhängnis werden.

Job-Chance: 70 Prozent

Markus Hipfl

Markus Hipfl ist derselbe Jahrgang wie Clemens Trimmel. Die Fußstapfen von Thomas Muster waren zwar auch dem Welser zu groß, auf der ATP-Tour durfte er aber doch einige herzeigbare Erfolge für sich verbuchen. Der Final-Einzug in St. Pölten 2001 und Platz 63 im ATP-Ranking können sich durchaus sehen lassen. Zudem gewann er zehn seiner 13 Davis-Cup-Partien. Als Überraschungskandidat geht man mit diesen Voraussetzungen allemal durch.

Job-Chance: 40 Prozent

Karl-Heinz Wetter

Zwölf Jahre lang war Karl-Heinz Wetter an der Seite von Jürgen Melzer zu finden. Der Niederösterreicher führte den späteren Top-Ten-Spieler von der Jugend bis in die erweiterte Weltklasse. Es ist sicher kein Nachteil, wenn ein Davis-Cup-Kapitän seine Nummer eins so gut kennt, wie es bei Wetter und Melzer der Fall wäre. Nach der Trennung von Agnes Szavay zu Saisonbeginn hätte Wetter auch wieder genug Zeit zur Verfügung.

Job-Chance: 20 Prozent

Günter Bresnik

Zwei Mal übte Günter Bresnik bereits den Posten des österreichischen Davis-Cup-Kapitäns aus. 2004 wurde der Vertrag vom ÖTV nicht mehr verlängert, da Thomas Muster ante portas stand. Die Qualifikation für den Job würde der Niederösterreicher auf jeden Fall mitbringen. Allerdings gilt Bresnik seit Jahren als einer der schärfsten Kritiker des ÖTV im allgemeinen und Sportdirektor Gilbert Schaller im speziellen. Zudem konzentriert sich der ehemalige Coach von Boris Becker und Horst Skoff derzeit auf die Entwicklung von Ausnahme-Talent Dominic Thiem.

Job-Chance: 10 Prozent

Alex Antonitsch

Nicht nur Günter Bresnik hatte in den letzten Jahren nicht viel Gutes über die Arbeit von Schaller zu sagen. Auch Alex Antonitsch erwies sich in dessen Amtszeit als eifriger Kritiker. Schon im März schloss der Kärntner allerdings aus, das Amt des Davis-Cup-Kapitäns übernehmen zu wollen. Als TV-Kommentator, und Herausgeber von tennisnet.com sei er voll "ausgelastet". Mittlerweile ist Antonitsch zudem Turnierdirektor von Kitzbühel. Wie bei Bresnik gilt also: Das Anforderungsprofil würde zwar passen, ein Engagement erscheint aber mehr als unrealistisch.

Job-Chance: 5 Prozent

 

 

Wer soll eurer Meinung nach Nachfolger von Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller werden? Postet euren Top-Kandidaten!

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen