Nadal: "Es wird ein großes Finale"

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Rafael Nadal soll Spanien ab Freitag in Sevilla zum fünften Gewinn des Davis Cups führen.

Vor dem Duell mit Argentinien spricht der Tennis-Weltranglisten-Zweite über die besonderen Beziehungen zwischen den Spielern beider Nationen und warnt vor den Südamerikanern, die die Trophäe im vierten Anlauf endlich zum ersten Mal holen wollen:


Frage: Was bedeutet es für Spaniens Spieler, gegen Argentinien im
Davis-Cup-Finale anzutreten?

Rafael Nadal: Im Tennis-Zirkus habe ich mich immer sehr gut mit allen Argentiniern verstanden, mit keinem habe ich je Probleme gehabt. Die Sprache hilft da natürlich sehr. Natürlich sind meine Freunde in der Tennis-Welt Spanier, aber danach kommen sofort die Argentinier. Einer meiner besten Freunde ist Juan Monaco, ich bin mit ihm genauso gut oder sogar enger befreundet als mit vielen spanischen Spielern. Aber ich habe auch immer ein sehr gutes Verhältnis zu David Nalbandian gehabt. Wir verbringen schon seit vielen Jahren viel Zeit miteinander, sei es auf dem Zimmer, beim Abendessen. Es ist ein sehr schönes Finale. Nicht nur, weil wir gegen ein wichtiges Land wie Argentinien spielen, sondern auch, weil wir gegen Freunde antreten. Eine Niederlage gegen Argentinien könnte ich leichter verschmerzen, denn alle unsere Rivalen betrachte ich als Freunde.

Frage: Spanien hat Heimvorteil, Argentinien hat den Davis Cup noch nie gewonnen. Sehen Sie Ihre Mannschaft als Favorit?

Nadal: Dieses Finale kann jeder gewinnen. Das argentinische Team ist gut genug, um Spanien zu besiegen. Natürlich kann Argentinien gewinnen, und wir sind auch alles andere als selbstgefällig. Wir müssen uns gewissenhaft vorbereiten. Wir sind uns alle bewusst, um was es geht. Es wäre für alle genial, das Jahr mit einem Sieg abzuschließen. Natürlich spielen wir mit etwas weniger Druck, weil wir im vergangenen Jahrzehnt drei, vier Titel geholt haben. Das gibt uns eine gewisse Gelassenheit. Außerdem spielen wir zu Hause, das hilft immer ein wenig. Es wird ein schwieriges Finale, das ist mir klar. Sie sind sehr gefährlich und haben Spieler, die auf jedem Belag auf höchstem Niveau spielen. Entweder wir spielen gut, oder unsere Optionen schwinden.

Frage: Vor drei Jahren siegte Spanien im Endspiel in Argentinien. Welche Erinnerungen gibt es in Ihrer Mannschaft daran?

Nadal: Im Jahr 2008 konnte ich nicht dabei sein, ich hatte eine Knieverletzung. Es sei eine tolle Erfahrung gewesen, sagten mir alle, die dabei gewesen sind. Es ist immer eine Motivation und es macht Spaß, gegen eine große Mannschaft wie Argentinien zu spielen. In Argentinien gibt es eine große Tennis-Tradition, dort ist es eine der wichtigsten Sportarten. Das ist ein Vorteil. In Spanien ist Tennis in den vergangenen Jahren auch wichtig geworden, und somit wird dieses Finale ein großes Finale sein.

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