Federer/Wawrinka bringen Schweiz auf Kurs

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Superstar Roger Federer und Stan Wawrinka haben die Schweiz im Davis-Cup-Finale gegen Gastgeber Frankreich am Samstag wieder in Führung gebracht.

Das Gäste-Doppel gewann in Lille gegen Julien Benneteau und Richard Gasquet sicher nach 2:10 Stunden mit 6:3,7:5,6:4.

Damit fehlt den Eidgenossen bei einer 2:1-Führung nur noch ein Punkt aus den beiden Einzeln am Sonntag.

Federers Antreten war fraglich

Federers Mitwirken war wegen Rückenbeschwerden lange fraglich gewesen. Bei der vorangegangenen Einzel-Niederlage gegen Gael Monfils wirkte die Nummer zwei der Welt am Samstag nicht richtig fit.

Zum Auftakt hatte sich Wawrinka gegen Jo-Wilfried Tsonga durchgesetzt. Die Schweiz braucht am Sonntag aus den beiden Einzeln Federer gegen Tsonga und Wawrinka gegen Monfils noch einen Sieg, um im prestigeträchtigen Tennis-Teamwettbewerb erstmals und als insgesamt 14. Nation zu triumphieren.

"Roger hat einen tollen Job gemacht"

"Roger hat einen tollen Job gemacht, wir müssen uns jetzt schnell auf morgen konzentrieren", sagte Team-Kapitän Severin Lüthi.

"Wir wollten das beste Team aufstellen. Roger wird für morgen bereit sein."

Auch Federer war erleichtert: "Die medizinische Abteilung hat einen super Job gemacht", sagte der 33-Jährige vor seinem Match am Sonntag. "Ich muss mich jetzt ausruhen."

"Haben unser Spiel durchgezogen"

Wawrinka, mit Federer 2008 Olympiasieger, war "sehr glücklich. Wir waren aggressiv, haben unser Spiel durchgezogen. Wir kennen uns beide so gut, das macht es einfach".

Ursprünglich waren Marco Chiudinelli und Michael Lammer als Doppel gemeldet worden, doch angesichts des 1:1 nach dem ersten Tag entschied sich Lüthi dafür, seine beiden Stars aufzustellen.

"Wir wollten das beste Team auf dem Court und offensichtlich waren das Roger und Stan", sagte Lüthi. Dabei hatten Federer/Wawrinka ausgerechnet im Davis Cup ihre vier vorangegangenen Doppel miteinander verloren.

Franzosen mit Rücken zur Wand

Die Franzosen stehen vor der Rekordkulisse von fast 27.500 Fans im mit einem verschließbaren Dach ausgestatteten Fußball-Stadion in Lille mit dem Rücken zur Wand.

Gelingt Tsonga gegen Federer der Ausgleich, darf ein besonderer Hexenkessel erwartet werden. Für Frankreich wäre es der insgesamt zehnte Titel, der erste seit 2001.

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