Knowle strich nach dem verpassten Klassenerhalt in der Weltgruppe erneut die bitteren Umstände heraus, die zum 0:2-Rückstand am Freitag führten. Schließlich fiel nach der verletzungsbedingten Absage von US-Open-Finalist Alex Peya zu Wochenbeginn kurzfristig auch noch Andreas Haider-Maurer wegen Fieber aus.

"Es ist natürlich unglücklich, wenn der zweite Einzelspieler so kurzfristig krank wird. Jürgen hat am Freitag über vier Sätze sehr, sehr gutes Tennis gespielt. De Bakker hat auf sehr hohem Niveau gespielt. Wenn du 0:2 hinten bist, ist es natürlich schwierig."

Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass das Doppel Knowle/Marach bislang noch selten gemeinsam auf dem Platz stand. "In der heutigen Kombination haben wir noch nicht oft gespielt. Das soll aber keine Ausrede sein – so wie die heute gespielt haben, hätte sich jeder schwer getan. Die Holländer haben sich einfach sehr gut präsentiert."

ÖTV-Präsident Leitgeb ist "sehr enttäuscht"

Besonders bitter ist der Abstieg für den heimischen Tennis-Verband. "Ich bin natürlich sehr enttäuscht", meinte ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb kurz nach dem verlorenen Doppel.

"Für das österreichische Tennis insgesamt ist es eine Katastrophe, wenn wir nicht in dieser Weltgruppe sind. Das tut auch bei den Einnahmen weh."

Bei einer Weltgruppen-Teilnahme erhält der Verband 107.000 Euro von der veranstaltenden ITF, in der Zweitklassigkeit der Euro-Afrika-Zone I gibt es schon nur mehr 37.000 Euro. Von diesem Betrag müssen sowohl Spieler als auch etwaige Reisekosten bezahlt werden.

"Jetzt müssen wir wieder ganz unten anfangen", so Leitgeb, der aber nicht den Kopf in den Sand stecken will. "Wir müssen die Lage in Ruhe analyieren."

Aus Groningen berichtet Christian Frühwald

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