Belgien und Großbritannien stehen im Finale

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Großbritannien und Belgien bestreiten das diesjährige Finale im Tennis-Davis-Cup.

Dank des Weltranglisten-Dritten Andy Murray sind die Briten erstmals seit 1978 ins Endspiel des bedeutenden Tennis-Mannschaftswettbewerbs eingezogen.

Im Finale vom 27. bis 29. November müssen sie allerdings auswärts antreten. Die Belgier stehen in ihrem ersten Davis-Cup-Endspiel seit 111 Jahren.

Murray macht den Sack zu

Damals im Jahr 2004 hatten die Belgier bei ihrer einzigen Finalteilnahme ausgerechnet gegen Großbritannien 0:5 verloren.

Nun gibt es die späte Chance auf Revanche. Die Briten gewannen im Halbfinal-Duell mit Australien am Sonntag durch Murray das Einzel gegen Bernard Tomic mit 7:5,6:3,6:2, es war der entscheidende dritten Sieg des Teams.

Zuvor hatte der frühere Wimbledon-Sieger in Glasgow gemeinsam mit seinem älteren Bruder Jamie im Doppel sowie in seinem ersten Einzel gepunktet.

Probleme verheimlicht

"Für dein Land und dein Team zu gewinnen, bedeutet viel", sagte Murray nach dem vor heimischer Kulisse in Glasgow fixierten Aufstieg.

"Die Zuschauer waren unglaublich, vom ersten bis zum letzten Ball." Der Olympiasieger hatte sich an diesem Wochenende gar nicht gut gefühlt.

"Ich hatte mit meinem Rücken Probleme. Aber ich habe versucht, es zu verheimlichen. Alle waren hier - Vater, Mutter, Ehefrau, Großmutter, Schwiegermutter, Tanten und Onkeln."

Der letzte von insgesamt neun Davis-Cup-Titeln Großbritanniens geht auf das Jahr 1936 zurück, als der legendäre Fred Perry die Briten zum Sieg führte. Noch vor vier Jahren dümpelte das Team - damals noch ohne Andy Murray - in der Europazone II herum und matchte sich mit Gegnern wie Luxemburg, Litauen oder Tunesien.

Nun führte Murray die Briten in das Finale, obwohl Daniel Evans als zweiter Einzelspieler in der Weltrangliste lediglich Platz 300 einnimmt.

"Wichtigster Sieg meiner Karriere"

Die Belgier drehten am finalen Halbfinal-Tag noch einen 1:2-Rückstand gegen Argentinien. Steve Darcis machte in Brüssel mit einem 6:4,2:6,7:5,7:6(3) das Weiterkommen perfekt.

Zuvor hatte David Goffin mit einem klaren 6:3,6:2,6:1 gegen Diego Schwartzman ausgeglichen. "Für mich war das mit Abstand der wichtigste Sieg meiner Karriere", sagte Darcis.

Vor drei Jahren trafen die Briten ohne Murray und Belgien in Glasgow in der Europazone aufeinander, damals setzten sich die Belgier mit 4:1 durch.

Schweiz und USA fixieren Klassenerhalt

Titelverteidiger Schweiz und Rekordsieger USA gehören unterdessen auch im kommenden Jahr zur Weltgruppe.

Die Schweizer setzten sich in der Relegation mit ihrem Top-Duo Roger Federer und Stan Wawrinka gegen die Niederlande 4:1 durch.

Die USA schafften in Usbekistan den Verbleib im Tennis-Oberhaus. In Genf sorgte Federer mit einem 6:3,6:2,6:4 gegen Thiemo de Bakker für den dritten Punkt. Matchwinner für die USA war Davis-Cup-Debütant Jack Sock, er gewann in Taschkent seine beiden Einzel.

Alle Weltgruppen-Teilnehmer stehen fest

In den Playoffs um die Teilnahme an der Weltgruppe 2016 siegten auch noch Tschechien, Italien, Polen, Deutschland und Kroatien und Japan.

Keine Probleme bekundete Spanien mit Rafael Nadal und David Ferrer, um in Dänemark den Abstieg in die Europazone II zu verhindern.

Nadal besiegte Mikael Torpegaard, die Weltranglisten-909., und gewann an der Seite von Fernando Verdasco auch das Doppel.

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