"Sind noch lange nicht durch"

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"Ausgangsposition ist mit 2:0 optimal"

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Clemens Trimmel („Ich war positiv angespannt.“) scheint sich über ein perfektes Debüt als Davis-Cup-Kapitän freuen zu dürfen.

Nach dem ersten Spieltag führt das ÖTV-Team gegen Russland mit 2:0. Nur mehr ein Sieg fehlt noch zum erstmaligen Einzug ins Viertelfinale der Weltgruppe seit 17 Jahren.

Schon am Samstag können Oliver Marach und Alexander Peya im Doppel gegen Mikhail Youzhny und Nikolay Davydenko (ab 14 Uhr im LAOLA1-Live-Ticker) alles klar machen.

„Ausgangsposition ist optimal“

„Die Ausgangsposition ist mit 2:0 natürlich optimal“, freute sich Andreas Haider-Maurer, der vorläufige Held des Wochenendes.

Während man den Sieg von Jürgen Melzer gegen Igor Kunitsyn erwarten konnte, schlug der 24-jährige Waldviertler überraschend den Weltranglisten-34. Alex Bogomolov.

Trimmel drückt auf die Euphoriebremse

Kapitän Trimmel drückt trotz des beeindruckend souveränen Erfolgs auf die Euphoriebremse: „Wir sind dazu angehalten, die Emotionen runterzufahren und an den Samstag zu denken.“

„Wir haben jetzt zwei Punkte, um zu gewinnen brauchen wir aber drei. Das habe ich dem Team jetzt auch gesagt: Freut euch zehn Minuten über den tollen Tag, dann legt aber den Fokus auf Samstag. Wir sind noch lange nicht durch“, warnt der 33-jährige Wiener seine Schützlinge.

„Geschafft ist noch nichts“, ist sich aber auch „AHM“ bewusst.  „Im Doppel erwartet uns noch ein hartes Match. Ich hoffe aber nicht, dass ich noch ein entscheidendes Einzel bei 2:2 spielen muss.“

Lob für Trimmel

Mit seinem neuen „Chef“ ist der Weltranglisten-127. zufrieden. Im Gegensatz zu seinen älteren Teamkollegen kannte Haider-Maurer Trimmel vor seinem Engagement beim ÖTV nicht so gut.

„Als er Spieler war, hab ich ihn noch ein bisschen kennengelernt, aber nicht wirklich gut. Der Eindruck ist sehr positiv. Clemens geht sehr gut auf die Spieler ein und nimmt unsere Meinungen ernst. Es ist wichtig, dass es täglich Feedback gibt. Für den ersten Davis Cup macht er seine Arbeit hervorragend.“

Das im Vergleich zu Vorgänger Gilbert Schaller emotionalere Coaching kommt Haider-Maurer entgegen. „Wir machen einen Tag vorher eine Matchbesprechung, wie wir das Coaching genau haben wollen.“

„Ich bin der Typ, der permanent von außen gepusht werden will. Das macht er sehr gut. Wir haben nach jedem Punkt Augenkontakt. Das ist für mich persönlich im Davis Cup extrem wichtig.“

Hilfreiche Einbindung von Touring-Coach

Trimmel: „Ich habe einen guten Draht zu den Spielern. Wir respektieren uns gegenseitig und haben genau besprochen, wie das Coaching aussehen soll. Ich bin eine Persönlichkeit, aber auch der Spieler erwartet ein gewisses Coaching vom Kapitän.“

Hilfreich ist auch die Einbindung von Haider-Maurers Touring-Coach Karel van Wyk. Der Südafrikaner ist bereits die gesamte Woche beim Team und spricht sich mit Trimmel und dessen Assistenz-Coach Joakim Nyström ab.

„Er war schon in Israel und Belgien dabei, jetzt ist er aber zum ersten Mal so richtig integriert. Es hilft mir viel, wenn er dabei ist. Er kennt mich halt doch am besten, da ich jeden Tag mit ihm trainiere. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut“, erklärt Haider-Maurer.

Christian Frühwald

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