Meusburger wird in Melbourne antreten

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In der WTA-Rangliste figuriert sie immer noch als 86. und damit bestplatzierte Österreicherin.

Eigentlich ist Yvonne Meusburger zurückgetreten, doch im Gegensatz zur Chinesin Li Na ist sie von der Womens Tennis Association (WTA) noch nicht aus der Weltrangliste gestrichen worden.

Denn zuvor erfüllt sich Meusburger noch ihren Wunsch, sich bei den Australian Open in Melbourne zu verabschieden.

Wo es begonnen hat

Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres war immer das Lieblingsturnier der mittlerweile 31-jährigen Vorarlbergerin.

Gleich nach ihrer überraschenden Rücktrittserklärung nach ihrem Auftakt-Aus Ende August bei den US Open kündigte Meusburger an, dass sie die Australian Open noch bestreiten würde, wenn sie im Ranking nicht zu weit zurückfällt.

Daran hat sich nichts geändert: "Nein, ich werde dort spielen. Ich würde gern, weil ich in Australien damals auch das erste (Grand-Slam-Turnier, Anm.) gespielt habe. Das ist ein schöner Abschluss", bestätigte Meusburger am Dienstag.

Richtige Entscheidung

Der Kreis schließt sich für Meusburger also in Australien, wo sie im vergangenen Jänner zum übrigens einzigen Mal eine dritte Major-Runde erreicht hat.

Der Blick zurück schmerzt Meusburger nicht.

"Nein, überhaupt nicht. Das Verlangen nach dem Sport ist schon da, ich habe immer wieder Lust, was zu machen, aber bereuen tue ich gar nichts. Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war, weil es mir gut geht und ich glücklich bin."

Anruf kommt zu früh

Wie es mit ihr nun weiter geht, weiß Meusburger noch nicht. Die ehemalige Weltranglisten-37. wäre nach der Bekanntgabe, dass der Vertrag von ÖTV-Sportdirektor und Fed-Cup- sowie Davis-Cup-Kapitän Clemens Trimmel nicht verlängert wird, eine mögliche Kandidatin für die Betreuung der Damen-Mannschaft. Doch Meusburger winkt ab.

"Ich habe einmal einen Anruf gekriegt. Ich bin nicht abgeneigt, aber ich möchte das jetzt im Moment nicht machen, weil ich die Erfahrung noch nicht habe." Außerdem sei der Fed Cup schon in zwei Monaten.

Die Nichtverlängerung Trimmels bedauert Meusburger: "Es ist ein bisserl schade. Ich kann nur sagen, dass er die Arbeit beim Fed Cup sehr gut gemacht hat."

Als Daumendrückerin bzw. moralische Unterstützerin könnte sich Meusburger, wenn gewünscht, aber vorstellen, zum Europa-Afrika-Zone-I-Treffen Anfang Februar 2015 nach Budapest mitzureisen.

"Im Tennis bleiben"

Bereits hinter sich hat Meusburger einen Testtag bei der Firma Head und auch in Sachen Job im sozialen Bereich hat sie sich informiert.

Das Bauchgefühl sagt ihr aber anderes. "Ich werde im Tennis bleiben. Ich habe einfach ein Leben lang mit dem Sport zu tun gehabt und ich möchte das nicht wegschmeißen, dafür ist die Liebe für den Tennissport viel zu groß."

Noch steckt sie in Verhandlungen, bis zu den Australian Open will Bad-Gastein-Siegerin 2013 ihre Entscheidung wissen.

Meusburger hat sich übrigens auch eine WTA-Pension, die ab dem 50. Lebensjahr entweder in Raten oder auf einmal ausgezahlt wird, gesichert. "Die habe ich mir schon seit zwei, drei Jahren erspielt", erzählte Meusburger. "Das Geld ist kein Wunderwasser, aber eine nette Unterstützung. Es ist schon toll, dass man das hat."

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