Wawrinka denkt nicht an Sieg

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Wawrinka will nicht an Titelverteidigung denken

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Er war im Vorjahr der Überraschungssieger der Australian Open.

Stan Wawrinka hat im Vorjahr nach zwölf Jahren in der Weltspitze, aber ohne den ganz großen Erfolg, sein erstes Major-Turnier gewonnen.

2014 war Wawrinkas Jahr

Erstmals nach so vielen Jahren trat er so richtig aus dem Schatten des übergroßen Roger Federer, schlug der Reihe nach Titelverteidiger Novak Djokovic, Tomas Berdych und Rafael Nadal.

Und Wawrinka holte in der Folge auch seinen ersten Masters-1000-Titel in Monte Carlo und an der Seite von Roger Federer erstmals überhaupt den Davis Cup für die Schweiz.

"Ja, 2014 war ein verrücktes Jahr für mich. Natürlich hat es eine Menge geändert. Das Jahr als Nummer vier zu beenden, hat mich sehr glücklich gemacht, aber jetzt ist ein neues Jahr."

"Ich weiß, dass ich es schaffen kann" 

Darum lässt Wawrinka Fragen nach einer erfolgreichen Titelverteidigung gar nicht wirklich aufkommen. "Ich konzentriere mich nicht darauf. Mein Ziel ist es nicht, einen Grand Slam zu gewinnen. Ich weiß, dass ich es schaffen kann, aber es ist ein langer Weg."

Die Anwärter auf den Sieg sind für ihn andere: "Für mich sind Rafa, Novak und Roger die Favoriten. Novak ist vielleicht bisschen besser bewaffnet", glaubt der Schweizer. Auch wenn Wawrinka ein T-Shirt mit seinem Spitznamen "Stan, the man" trägt, so blieb der Eidgenosse seinem bescheidenen Auftreten treu.

Treu war er auch dem Schweizer Davis-Cup-Team immer, doch diesmal lässt er ein Antreten, ebenso wie auch Federer, noch offen. Beide Davis-Cup-Sieger ließen Fragen, ob sie Anfang März in Lüttich gegen Belgien antreten, unbeantwortet. Eine Entscheidung soll nach dem ersten Major fallen.

Djokovic lag mit Magen-Darm-Virus flach

Mit einem Tag Verspätung stellte sich auch Novak Djokovic der Presse. Der Serbe, der wie auch Federer seinen fünften Titel im Melbourne Park anstrebt, hatte am Samstag sowohl Training als auch Pressekonferenz abgesagt. Grund war ein Magen-Darm-Virus. Doch Djokovic gab allen Unkenrufern bereits Entwarnung. "Ich hatte ein paar harte Tage, aber jetzt habe ich alles hinter mir. Ich bin bereit für die Open", erklärte der "Djoker".

Djokovic ist ein Publikumsliebling in Melbourne, hat drei der vergangenen vier Finali gewonnen und ist im Vorjahr im Viertelfinale nach einem epischen Fünf-Satz-Match dem späteren Sieger Wawrinka mit 7:9 im fünften Satz unterlegen.

Zum Top-Favoriten lässt auch er sich nicht gerne küren. "Ich glaube, es ist nicht nett über den Titel zu reden, wenn das Turnier noch nicht einmal begonnen hat." Djokovic und Wawrinka müssen erst am Dienstag auf den Platz, Federer und Nadal ebenso wie Andy Murray beginnen ihre Major-Saison schon am Montag.

Melbourne für Del Potro zu früh

Für den dauerverletzten Juan Martin Del Potro kommt Melbourne nun doch zu früh. Der Argentinier, der zuletzt 10 Monate wegen einer Handgelenks-OP pausiert hatte, strich seinen Trip nach einem Viertelfinale in Sydney.

Zwar zeigte der Südamerikaner schon gute Form, aber für "so ein großes Turnier" sei er noch nicht bereit, sagte er nach einer Trainingssession am Sonntag.

"Ich hoffe, der Verzicht erweist sich als schlauer Schachzug, denn primär will ich gesund bleiben und ein ganzes Jahr lang spielen können."

Bochard "beginnt bei 0"

Bei den Damen ist im vergangenen Jahr der Stern von Eugenie Bouchard aufgegangen. Die noch 20-jährige Kanadierin hatte in Melbourne das Halbfinale erreicht und diese Leistung bei den French Open (Halbfinale) und Wimbledon (Finale) mehr als bestätigt.

Als aktuelle Nummer 7 ist sie vielleicht eine Geheimfavoritin auf die Nachfolge der zurückgetretenen Vorjahressiegerin Li Na.

Doch "Genie" hält nichts von Vorschusslorbeeren oder Spekulationen. "Für mich ist es 2015. Ich beginne bei Null. Ich habe großartige Erinnerungen an das letzte Jahr", erklärte Bouchard, aber, "es bedeutet mir für dieses Jahr überhaupt nichts."

Auch der Sieg über Serena Williams beim Hopman-Cup in Perth vor zwei Wochen spielt da keine Rolle. "Das war kein Turnier", meint sie trocken.

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