Nadal geht topmotiviert in die Australian Open

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Rafael Nadal hat Unkenrufe, wonach er nicht mehr mit der gleichen Motivation an die Sache herangehe, am Sonntag kurz vor Beginn der Australien Open in Melbourne abgeschmettert.

Der Weltranglisten-Zweite, der nach seinem sechsten French-Open-Titel im Vorjahr in insgesamt sechs Finali gegen den Dominator 2011, Novak Djokovic, verloren hatte, hat seine Leidenschaft wiedergefunden.

Er spielt am Montag gegen Alex Kuznetsov (USA). Auch der als Nummer 31 gesetzte Jürgen Melzer trifft schon am Auftakttag (2. Match nach 1:00 MEZ) auf den Kroaten Ivo Karlovic, Patricia Mayr-Achleitner eröffnet ihr Turnier gegen Olga Govorzova (BLR/2. Match nach 1:00).

Nadal wieder voll motiviert

Nadal war beim ATP-World-Tour-Finale in London früh ausgeschieden, auch in Doha nahm er heuer schon im Halbfinale Abschied. "Ich bin glücklich, ich trainiere gut und ich genieße alles", sagte Nadal.

Sein für seine Verhältnisse nicht so gutes Saisonfinish 2011 begründete er schlicht mit Müdigkeit. "Das ist nichts Außergewöhnliches. Wenn man etwas müder ist als sonst, dann macht man seinen Job vielleicht nicht mit derselben Leidenschaft. Das ist Teil des Jobs", erklärte der Spanier.

Nach Australien sei er jedenfalls mit "großer Motivation und mit großer Leidenschaft" gekommen. Allerdings bestätigte Nadal, dass er an einigen Dingen zu arbeiten hat, und er wird auch die angekündigte Pause nach den Australian Open nehmen.

Davis Cup kein Thema

Der zehnfache Grand-Slam-Sieger verriet immerhin, dass er nun mit einem schwereren Racket spielt, um seine Power zu erhöhen. Allerdings dauert es auch eine Zeit, ehe er sich völlig daran gewöhnt hat. "Am Anfang verliert man ein bisschen die Kontrolle, aber nach ein paar Monaten fühlt es sich wie dein Racket an."

Nadal erspart sich heuer die anstrengenden Davis-Cup-Wochenenden, er nimmt nach dem fünften Titel Spaniens für heuer eine Davis-Cup-Auszeit. Energie einsparen will Nadal künftig auch in Sachen Tennis-Politik bezüglich Spielerforderungen nach mehr Geld oder einem verkürzten Turnierkalender.

"Ich bin derjenige, der in der Vergangenheit sehr viel über den Kalender, den Davis Cup oder das Problem mit den US Open (kein Dach, Anm.) gesprochen hat", sagte der 46-fache Turniersieger.

Melzer und Mayr-Achleitner schlagen auf

"Aber am Ende sieht es so aus, als ob immer nur ich derjenige bin, der darüber spricht, was sich ändern muss - ich verliere da nur Zeit und Energie", meinte Nadal in für ihn ungewöhnlich deutlichen Worten.

Während er am Montag sein erstes Match im Melbourne bestreitet, hat mit Florian Mayer ein weiterer Spieler absagen müssen. Der als Nummer 20 gesetzte Deutsche, der nun durch Lucky Loser Rik de Voest (RSA) ersetzt wird, zog seine Nennung wegen einer Leistenverletzung zurück.

Dafür wird es für zwei von nur drei Österreichern in den Einzelbewerben schon am Montag ernst: Melzer bekommt es nach einem Damen-Match auf Court 18 mit dem Aufschlag-Riesen Karlovic zu tun, hofft dabei aber auf seine bisher makellose 5:0-Bilanz.

Patricia Mayr-Achleitner spielt nach einem Herrenmatch auf Platz 10 gegen Govorzova. Lediglich Tamira Paszek, die im Schlager auf die fünffache Australian-Open-Siegerin Serena Williams trifft, kommt erst am Dienstag zum Einsatz.

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