Wehwehchen der Tennis-Stars

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Superstars 2012 mit Verletzungssorgen

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Die Tennis-Saison 2012 hat erst begonnen, doch wie selten zuvor gibt es schon vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres viele angeschlagene prominente Spieler.

Mit Caroline Wozniacki, Serena Williams und Kim Clijsters sind gleich drei Topstars der Damen vor den am Montag beginnenden Australian Open nicht hundertprozentig fit.

Auch bei den Herren klagten zuletzt u.a. Rafael Nadal (Schulter) und Roger Federer (Rücken) über Probleme.

Unabhängig davon beginnt freilich die Jagd auf Novak Djokovic, dessen ausgezeichneter Saisonstart 2011 der Konkurrenz immer noch ein bisschen im Magen liegt.

Alle jagen Djokovic

"Ich glaube, Roger und Rafa werden Novak jagen, weil sie nicht wollen, dass er wieder so ein Jahr hat", sagte Juan Martin Del Potro, der frühere US-Open-Sieger aus Argentinien.

"Es wird sehr schwer für ihn zu wiederholen, was er geleistet hat", ergänzte Del Potro und spricht damit wohl für viele Kollegen und auch Fans.

Dementsprechend bereitet sich Djokovic heuer auch vor, hat er doch sämtliche Vorbereitungsturniere ausgelassen. Mit Siegen bei den Australian Open, in Wimbledon und bei den US Open, einem 70:6-Rekord an Saisonsiegen und allein zehn Turniertiteln ist dem 24-jährigen Serben im Vorjahr erst im Finish etwas die Luft ausgegangen.

Nadals Schulter wieder in Ordnung

Nadal, immerhin zehnfacher Grand-Slam-Sieger und Triumphator "down under" im Jahr 2009, bestätigte zuletzt in Melbourne, dass es seiner Schulter "gut" gehe.

Nadal hat bei seinem einzigen bisherigen Turnierauftritt heuer in Doha im Halbfinale gegen Gael Monfils noch nicht überzeugt und hat auch für nach den Australian Open eine Pause angekündigt.

Und Rekord-Majorsieger Roger Federer hat in Doha wegen Rückenproblemen vor dem Semifinal-Auftritt aufgegeben.

Natürlich sind dies teilweise auch Vorsichtsmaßnahmen, um keine Absage für das erste große Turnier des Jahres zu riskieren.

Zwei namhafte Absagen bei den Damen

Bei den Damen gab es durch Venus Williams und Andrea Petkovic bereits zwei namhaftere Absagen, auch bei den Herren fehlen der an den Folgen des Pfeiffer'schen Drüsenfiebers leidende Robin Söderling (SWE) und Marin Cilic (CRO).

Neben Wozniacki, bei der es am Donnerstag nach einem Scan eine Entwarnung gab, hat Titelverteidigerin Clijsters zuletzt in Brisbane wegen einer Hüftverletzung aufgegeben.

Der Publikumsliebling in Melbourne wird aber wohl ebenso ins Turnier starten, wie Serena Williams, die sich ebenfalls in Brisbane am Knöchel verletzt hat.

Die US-Amerikanerin, die im Melbourne Park schon fünf Titel geholt hat, vermeldete zumindest Besserung: "Es ist noch nicht hundertprozentig, aber besser als letzte Woche, und das ist immer ein Schritt vorwärts", ließ Williams verlauten.

Sharapova und Pennetta angeschlagen

Nicht zuletzt haben auch die dreifache Grand-Slam-Siegerin Maria Sharapova (Knöchelverletzung in Brisbane) und Flavia Pennetta (Rücken) gleich zu Saisonbeginn mit körperlichen Problemen zu kämpfen.

Umso offener ist gerade bei den Damen wohl der Kampf um den Titel.

"Tennis ist ein brutaler Sport. Du kannst im Fitness-Studio und im Lauftraining in großartiger Form sein, aber sobald du auf den Tennis-Court gehst und Matches spielt, wird es hart", sagte die australische Tennis-Legende Pat Cash im Vorfeld.

Zeit für Andy Murray gekommen?

Vielleicht ist bei den Herren auch der Zeitpunkt für Andy Murray gekommen.

Der Schotte hat sich mit dem Titel in Brisbane eingeschlagen, und er hat mit Ivan Lendl einen neuen und prominenten Trainer. Lendl könnte der fehlende Mosaikstein für Murray auf dem Weg zum ersehnten ersten Major-Titel sein.

"Es wirkt so, als würde er den Job als Coach genauso ernst nimmt wie seine Spieler-Karriere. Er dreht jeden Stein um, um noch besser zu werden", glaubt Darren Cahill, der frühere Murray-Coach, der bei der Vermittlung Lendls etwas seine Hände im Spiel hatte.

Lendl hatte jedenfalls ähnliche Erfahrungen, hat er doch seine ersten vier Major-Finali verloren, ehe er am Ende acht Titel gewonnen hat. Murray war bisher in drei Endspielen bei Grand Slams erfolglos, zweimal in Folge zuletzt bei den Australian Open.

ÖTV-Hoffnungen liegen auf Jürgen Melzer

Aus österreichischer Sicht liegen die Haupthoffnungen natürlich auf Jürgen Melzer.

Der 30-jährige Niederösterreicher, der im Vorjahr mit dem erstmaligen Einzug ins Melbourne-Achtelfinale den ersehnten Vorstoß in die Top Ten schaffte, ist im Ranking zwar mittlerweile zurückgefallen, doch ist er in die Gesetztenliste gerutscht.

Mit einer guten Auslosung am Freitag könnte sich Melzer ins Turnier hineinspielen. Nur Martin Fischer hatte in der Qualifikation noch die Chance, als zweiter Österreicher in den Einzelhauptbewerb der Herren zu kommen.

Paszek bislang einzige Fixstarterin

Bei den Damen ist Wimbledon-Viertelfinalistin Tamira Paszek das heißeste Eisen im Feuer. Die 21-jährige Vorarlbergerin hat sich heuer u.a. mit Stefan Koubek vorbereitet, der Kärntner wird ihr mehrfach in diesem Jahr zur Verfügung stehen.

"Wenn alles gut läuft, ist viel möglich", sagte Paszek kürzlich in einem ORF-Interview. Ihr Hauptziel für 2012 ist es, gesund zu bleiben und sich Schritt für Schritt in Richtung Top 30 heranzuarbeiten.

Ebenfalls fix im Hauptbewerb steht Patricia Mayr-Achleitner als zweite Top-100-Spielerin, Yvonne Meusburger hat die erste von drei Qualifikationshürden genommen.

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