Tamira Paszek ohne Chance

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Paszek ist gegen Serena Williams ohne Chance

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Die Australian Open sind für Österreichs Tennis-Einzelspieler keine Reise wert gewesen.

Nach Jürgen Melzer und Patricia Mayr-Achleitner kassierte am Dienstag auch Tamira Paszek eine Auftaktniederlage. Die Vorarlbergerin musste sich der als Nummer zwölf gesetzten US-Amerikanerin Serena Williams mit 3:6,2:6 geschlagen geben.

Damit geht zum ersten Mal seit den French Open 2006 eine zweite Einzel-Runde in einem Grand-Slam-Turnier ohne österreichische Beteiligung über die Bühne.

Erfahrung, aus der man lernt

Paszek hielt das erste direkte Duell mit Williams vor allem im ersten Satz vollkommen offen.

"Speziell im ersten Satz habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich habe sehr gut serviert, hatte viele erste Aufschläge und eine gute Variation im Spiel", sagte die Dornbirnerin. Aufgrund unerzwungener Fehler gab die Weltranglisten-44. aber beim Stand von 3:4 eine 40:0-Führung aus der Hand und kassierte das entscheidende Break.

Nach 45 Minuten hieß es 3:6. "Es waren ein paar knappe Punkte, aber aus solchen Erfahrungen lernt man", ergänzte Paszek.

Ein tolles Gefühl trotz Pleite

Im zweiten Durchgang wurde die Überlegenheit der Comebackerin augenscheinlicher, Breaks zum 3:2 und 5:2 konnte die Vorarlbergerin nichts entgegensetzen.

"Im zweiten Satz hat mir ein wenig die Konstanz gefehlt. Es waren zu viele zweite Aufschläge und ich habe zu wenig aggressiv gespielt. Und Serena ist ein unglaublicher 'Frontrunner', wenn man ihr etwas Luft gibt, dann geht sie auf das nächste Level", resümierte Paszek.

Alles in allem sei es aber ein tolles Gefühl gewesen, "gegen so einen Champion auf dem Platz zu stehen. Es bringt mir sehr viel, speziell so ein 'Nightmatch' zu spielen, in der Rod-Laver-Arena, gegen Serena", sagte Österreichs derzeit beste Spielerin.

Kaum Matchpraxis

Williams, die sich zuletzt in Brisbane eine Knöchelverletzung zugezogen hatte, verwertete bereits ihren ersten Matchball zum 6:2 und machte damit ihren 15. Matchsieg in Folge im Melbourne Park perfekt.

Die 30-jährige 13-fache Grand-Slam-Turniersiegerin bekommt es nun auf dem Weg zu ihrem sechsten Melbourne-Triumph (nach 2003, 2005, 2007, 2009, 2010) in der zweiten Runde mit der Tschechin Barbora Zahlavova Strycova zu tun.

"Ich habe mich körperlich gut gefühlt, habe aber absolut nicht so gespielt wie im Training", war Williams, die seit den US Open im vergangenen September erst zwei Spiele auf der Tour bestritten hatte, mit ihrer Vorstellung nicht ganz zufrieden.

Doppel als Trost


Paszek spielt mit der Deutschen Jasmin Wöhr noch Doppel und trifft zum Auftakt auf Peng Shuai/Francesca Schiavone (CHN/ITA).

"Dann bereite ich mich auf den Fed Cup vor", verriet die Vorarlbergerin. Ihr langfristiges Ziel ist der Einzug in die Top-25 der Weltrangliste. "Ich will ganz still und in Ruhe weiterarbeiten und meinen Weg gehen. Dann werden wir sehen, wie es am Ende der Saison aussieht", sagte Paszek.

Bei den Herren startet Melzer mit seinem deutschen Standardpartner Philipp Petzschner als Nummer fünf gesetzt gegen die Spanier Nicolas Almagro/Pere Riba ins Doppel-Turnier.

Die als Nummer neun eingestuften Oliver Marach/Alexander Peya bekommen es mit der rumänisch-belgischen Paarung Victor Hanescu/Olivier Rochus zu tun. Julian Knowle und der Deutsche Michael Kohlmann matchen sich zum Auftakt mit Paul Hanley/Jamie Murray (AUS/GBR-16). Alle ÖTV-Doppelspieler sind erst ab Donnerstag im Einsatz.

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