Hammerlos für Paszek in Runde 1 der Australian Open

Aufmacherbild
 

Jürgen Melzer und Patricia Mayr-Achleitner haben für die Australian Open lösbare Erstrunden-Aufgaben zugelost bekommen.

Tamira Paszek dagegen hat es ganz schwer erwischt.

Die 21-jährige Vorarlbergerin trifft zum Auftakt des ersten Grand-Slam-Tennisturniers des Jahres ab Montag in Melbourne auf Serena Williams.

Die als Nummer zwölf gesetzte US-Amerikanerin ist 13-fache Grand-Slam-Siegerin und hat das Turnier schon fünfmal gewonnen (2003, 2005, 2007, 2009, 2010).

Melzer erhielt bei der Auslosung am Freitag in der ersten Runde den Kroaten Ivo Karlovic zum Gegner, Mayr-Achleitner trifft auf die Weißrussin Olga Goworzowa.

Serena mit Knöchelverletzung

Serena Williams zog sich bei ihrem Comeback auf der WTA-Tour vergangenen Woche in Brisbane, ihrem ersten Turnier seit den US Open, eine Knöchelverletzung zu.

Sie gewann zwar danach noch das Spiel gegen die Serbin Bojana Jovanovski, stieg dann aber mit einer Verstauchung aus dem Turnier aus.

Dennoch zählt die 30-Jährige zum engsten Favoritenkreis für den Siegerscheck von 2,3 Mio. australischen Dollar (1,87 Mio. Euro).

"Beste Tennisspielerin der Geschichte"

Wie hoch die Wertschätzung Serena Williams gegenüber ist, drückte in Australien John McEnroe aus.

"Für mich wird sie als beste Tennisspielerin in die Geschichte eingehen. Sie wird noch vier oder fünf Major-Turnier gewinnen", erklärte der US-Amerikaner.

Paszek, die Nummer 44 der Welt, gilt daher klarerweise als krasse Außenseiterin. Die Vorarlbergerin hat noch nie gegen Serena Williams gespielt.

Melzer gegen Karlovic als Favorit

Melzer (ATP-33) geht dagegen als Favorit in sein Erstrundenspiel. Der 30-jährige hat beste Erinnerungen an seinen Gegner Karlovic.

Gegen den 2,08 m großen Kroaten, der in der ATP-Weltrangliste auf Rang 55 aufscheint, hat der Niederösterreicher alle bisherigen fünf Duelle (vier auf der ATP-Tour, eines in einem Challenger) gewonnen und dabei noch keinen Satz abgegeben.

2007 war Karlovic auch schon Melzers Erstrundengegner in Melbourne, damals gewann der Österreicher trotz 27 Assen von Karlovic mit 6:4,6:4,7:6.

In dritter Runde gegen Federer

Sollte Melzer neuerlich gewinnen, würde in der zweiten Runde entweder der Argentinier Carlos Berlocq (ATP-59) oder ein Qualifikant warten und damit wieder eine lösbare Aufgabe.

Danach könnte eine interessante Aufgabe warten. Läuft alles programmgemäß, würde es für Melzer in der dritten Runde gegen Roger Federer gehen.

Der Schweizer hat 16 Grand-Slam-Turniere gewonnen, darunter schon viermal in Australien (2004, 2006, 2007, 2010).

Mayr-Achleitner darf mit Aufstieg spekulieren

Mayr-Achleitner (WTA-98) darf ebenfalls mit dem Aufstieg spekulieren. Die 25-jährige Tirolerin trifft auf der WTA-Tour erstmals auf Goworzowa (WTA-112), hat aber im Fed Cup schon Bekanntschaft mit der Weißrussin gemacht.

Im Februar 2010 gewann Mayr-Achleitner mit 6:2,6:2, ein Jahr später verlor sie ebenso klar mit 2:6,1:6. Im Falle des Aufstiegs würde die Siegerin der Partie Anabel Medina Garrigues (ESP-26) gegen Eva Birnerova warten.

Kampf um die Nummer eins

Bei den Damen geht es in Melbourne auch um die Nummer eins der Weltrangliste.

Die Tschechin Petra Kvitova (gegen Wera Duschewina) könnte die Dänin Caroline Wozniacki (gegen Anastasia Rodionova), die noch ohne Grand-Slam-Titel ist, an der Spitze ablösen.

Djokovic will Leistungen vom Vorjahren bestätigen

Bei den Herren will Novak Djokovic seine beeindruckenden Leistungen aus dem Vorjahr fortsetzen.

Der Serbe, der in Runde eins auf den Italiener Paolo Lorenzi trifft, hat 2011 drei der vier großen Turniere gewonnen und könnte sein drittes Grand-Slam-Turnier in Serie gewinnen.

Seine stärksten Herausforderer werden wohl wieder der Spanier Rafael Nadal, Roger Federer und der Brite Andy Murray sein.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen