Vika I. verteidigt Titel & Thron

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Victoria Azarenka verteidigt ihren Vorjahres-Titel

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Viktoria Azarenka hat wie 2012 im ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres triumphiert.
 
Die topgesetzte Weißrussin holte sich durch einen 4:6,6:4,6:3-Endspielsieg über die als Nummer sechs gereihte Chinesin Li Na ihren zweiten Titel bei den Australian Open.
 
Die unterlegene Finalistin wiederum verlor zum zweiten Mal nach 2011 gegen Kim Clijsters ein Melbourne-Finale und blieb auf ihrem bisher einzigen Major-Titel sitzen, den sie vor zwei Jahren in Paris gewonnen hat.
 
Melbourne bleibt ein guter Boden
 
Azarenka ist seit zwei Jahren in Melbourne unbesiegt und bleibt durch die erfolgreiche Titelverteidigung die Nummer eins der Weltrangliste.
 
Im Endspiel profitierte die 23-Jährige auch vom Pech ihrer Gegnerin:
 
Li begann stark, überknöchelte aber gleich zweimal mit dem linken Fuß - zum ersten Mal zu Beginn des zweiten Satzes, später zu Beginn des dritten Satzes.
 
Vedacht auf Hirnerschütterung
 
Der zweite Fehltritt unterlief ihr unmittelbar nach einer zehnminütigen Unterbrechung wegen des Australia-Day-Feuerwerks.

Beim Sturz schlug Li außerdem mit dem Kopf auf dem Hartplatz auf, sodass sie während der kurzen Pause auch auf Symptome einer Hirnerschütterung untersucht wurde.
 
Konzentrierte Azarenka
 
Allerdings gewann Azarenka nicht nur durch die Probleme von Li, sondern auch dank einer starken und konzentrierten Leistung.
 
Nach dem verwerteten ersten Matchball nach 2:40 Stunden erfolgte kein Freudenausbruch - die Weißrussin ließ einfach den Schläger fallen und begann zu weinen.
 
Bewegte Tage in Australien
 
Die Ereignisse der vergangenen Tage und die Pfiffe übermannten Asarenka offenbar.
 
Denn nach dem Halbfinalsieg über Sloane Stephens, als sie fünf Minuten vor Schluss gleich zwei Verletzungspausen genommen hatte (eine davon außerhalb des Centre Court), wurde sie äußerst heftig von allen Seiten kritisiert.
 
Auch im Finale standen die Zuschauer klar hinter Li.

"Ein ganz anderes Gefühl als letztes Jahr"
 
Viktoria Azarenka zeigte sich nach ihrem zweiten Grand-Slam-Titel aufgewühlt. "Das ist ein ganz anderes Gefühl als im letzten Jahr. Dieser Titel wirkt auf der emotionalen Ebene viel stärker", erklärte die 23-Jährige, die zuletzt wegen ihres Verhaltens im Match gegen Sloane Stephens viel Kritik hatte einstecken müssen.
 
"Ich hatte schon vor Turnierbeginn großen Druck, und dann ist auch noch die Sache mit Sloane dazugekommen. Das war hart."
 
Von den intensiven Erlebnissen der vergangenen Tage könnte sie in Zukunft profitieren, vermutete Azarenka. "Das waren neue Erfahrungen, die mir später als Spielerin und als Mensch helfen werden."
 
Enttäuschte Verliererin
 
Die unterlegene Finalistin Li Na machte aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. "Ich bin ein bisschen traurig, denn ich würde mein Lieblings-Grand-Slam-Turnier gerne einmal gewinnen. Aber trotzdem kann ich stolz auf mich sein."
 
Die Chinesin hatte nach ihrem Sturz im dritten Satz, als sie überknöchelte und mit dem Kopf auf dem Boden aufschlug, ein kurzes Blackout.
 
"Da habe ich zwei Sekunden lang überhaupt nichts gesehen." Inwieweit ihre Blessuren den Ausgang des Spiels beeinflusst haben, wollte Li nicht einschätzen. "Vielleicht wäre das Match anders ausgegangen, aber das werden wir nie wissen."

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