US-Youngster wirft Williams raus

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Stephens sensationell - Miedler im Doppel-Halbfinale

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Sloane Stephens sorgte für die bisher größte Überraschung der diesjährigen Australian Open.

Die 19-Jährige besiegte Serena Williams im Viertelfinale sensationell mit 3:6, 7:5, 6:4.

Damit fügte der Teenager der 15-fachen Grand-Slam-Siegerin die erste Niederlage seit August 2012 zu.

Williams beginnt stark

Zu Beginn des Matches sah es noch nicht so aus, als könnte Stephens ihrem großen Vorbild Paroli bieten. Zu stark präsentierte sich Williams bei eigenem Aufschlag.

Die 31-Jährige ließ keinen Breakball zu und machte insgesamt sechs Punkte mehr als ihre Landsfrau.

Der zweite Satz war wesentlich umkämpfter. Der Youngster agierte frech und attackierte viel, was schließlich belohnt wurde. Mit 7:5 gelang ihr der Satzausgleich.

Verletzung handicapt Williams

Williams spielte ab dem 2. Satz verletzt

Für Lucas Miedler war im Achtelfinale des Junioren-Bewerbes Endstation. Der Niederösterreicher unterlag Nikola Milojevic 4:6, 2:6.

Im ersten Satz hielt er mit dem Weltranglisten-Ersten gut mit und schaffte sogar ein Break. Milojevic gelang es aber zwei Mal, dem Österreicher den Aufschlag abzunehmen.

Im zweiten Satz konnte Miedler kaum Gegenwehr leisten und verlor deutlich.

Im Doppel-Halbfinale

Abreisen muss der Muckendorfer aber noch nicht. Im Doppel zog er mit seinem deutschen Partner Maximilian Marterer ins Halbfinale ein.

Die deutsch-österreichische Paarung setzte sich im Viertelfinale gegen Mendoza/Yeung mit 7:6 (3), 6:2 durch.

Die Chance auf einen Titel durch einen Österreicher bei den Australian Open 2013 lebt also noch.

Doch nicht nur der Satzverlust brachte Williams von der Rolle. Die Amerikanerin verletzte sich gegen Ende des Satzes bei einem Stoppball am Rücken. In der Folge merkte man ihr sichtlich die Einschränkung und Schmerzen an.

"Jeder hat ein paar Wehwehchen. Das ist normal und keine Entschuldigung. Aber natürlich haben mich die Schmerzen ein bisschen behindert", spielte die Nummer drei der Setzliste den Vorfall etwas herunter.

Zudem war die jüngere Williams-Schwester bereits zuvor am Knöchel angeschlagen. Ans Aufgeben habe sie aber lediglich eine "Nanosekunde" gedacht.

"Es war das Viertelfinale eines Grand Slams. Man müsste mich schon im Rollstuhl vom Platz bringen, ehe ich aufgebe."

Auf und ab im Entscheidungssatz

Ein Wellenbad der Gefühle erlebte Williams im dritten Satz. Beim Stand von 3:3 gelang ihr das vermeintlich vorentscheidende Break.

Doch ihre Gegnerin hatte etwas dagegen. Mit viel Mut ging Stephens immer wieder ans Netz und schaffte das sofortige Re-Break.

Drei Unforced Errors besiegelten die Niederlage der Favoritin.

"Das ist verrückt"

Stephens war nach dem Match fast sprachlos. Ein Sieg gegen ihr großes Vorbild, von dem in ihrem Zimmer sogar ein Poster hängt. (Hier geht es zur Story)

"Das ist verrückt. Oh mein Gott! Ich glaube, jetzt brauche ich von mir auch ein Poster", grinste das US-Girl.

Im Halbfinale trifft sie nun auf Victoria Azarenka. Die Weltranglisten-Erste gewann nach Problemen im ersten Satz 7:5, 6:1 gegen Svetlana Kuznetsova.

Die Weißrussin lag dabei im ersten Satz mit 1:4 hinten, kämpfte sich aber zurück.

"Man kann nicht erwarten, dass man bei jedem einzelnen Punkt, in jedem einzelnen Game sein bestes Tennis zeigt. Aber es ist wichtig zu wissen, dass es bei den wichtigen Punkten da ist",erklärte sie nach dem Match.

ÖTV-Junior im Einzel raus

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