Clijsters wehrt 4 Matchbälle ab

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Kim Clijsters wehrt vier Matchbälle ab

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Dramatik pur bei der Neuauflage des Damen-Finales der Australia Open 2011.

Titelverteidigerin Kim Clijsters ringt die an fünf gesetzte Chinesin Li Na mit 4:6, 7:6 (8) und 6:4 nieder und zieht ins Viertelfinale ein.

Clijsters, die zum letzten Mal in Melbourne antritt, nimmt sich im ersten Satz beim Stand von 3:3 wegen einer Knöchelverletzung eine längere Pause.

Vier Matchbälle abgewehrt

Im zweiten Satz liegt die an elf gereihte Belgierin bereits mit einem Break zurück. Im Tiebreak muss sie vier Matchbälle abwehren, ehe sie der Partie einer Wende geben kann.

In der Entscheidung kommt aber trotzdem noch Spannung auf, als sich Li Na nach einem 0:4- bzw. 2:5-Rückstand noch einmal in das Match zurückkämpft. Nach zwei Stunden und 23 Minuten behält dann aber doch die vierfache Grand-Slam-Gewinnerin die Oberhand.

Li Na: "Hab zuviel nachgedacht"

"Nach dem Tiebreak habe ich einfach zuviel über die vergebenen Matchbälle nachgedacht", ärgert sich Li Na über die verpasste Chancen. Im Head-to-Head liegt sie gegen Clijsters bereits mit 2:6 zurück.

"Ich kann gar nicht glauben, dass ich diese Partie noch gewonnen habe", strahlt die Belgierin nach ihrem Kraftakt. "Ich habe schon vorher gewusst, dass es ganz schwierig werden wird, aber so etwas, habe ich wirlich nicht erwartet."

Rücktritt spukt Clijsters im Kopf herum

"Ich spiele heuer ja zum letzten Mal bei den Australian Open und da will ich natürlich so lange wie möglich mit dabei sein", erklärt Clijsters ihren Kampfgeist.

Während der Partie habe sie öfters über ihren Rücktritt nachgedacht. "Es spukt einem schon im Kopf herum."

Clijsters trifft nun im Viertelfinale auf die dänische Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki, die sich gegen die an 13 gesetzte Serbin Jelena Jankovic mit 6:0, 7:5 durchsetzt.

Azarenka schlägt Melzer-Freundin

Victoria Azarenka besiegt im Achtelfinale Melzer-Freundin Iveta Benesova (CZE) mit 6:2, 6:2.

Die an drei gesetzte Weißrussin hat damit in ihren vier Matches gerade einmal zehn Games abgegeben - eine beeindruckende Statistik!

"Körperlich in absoluter Top-Verfassung"

"Ich bin körperlich in absoluter Top-Verfassung. Das hilft mir auch in anderen Aspekten meines Spiels", sieht Azarenka ihre starke Form in ihrer konditionellen Grundlage begründet.

"Wenn du körperlich top bist, hilft dir das auch mental. Ich kann jeden Punkt voll spielen und habe das Gefühl, dass ich so lange auf dem Platz kämpfen kann, wie es eben nötig ist."

Im Viertelfinale wartet nun mit Agnieszka Radwanska ein erster echter Prüfstein auf Azarenka. Die an acht gesetzte Polin fertigt die Deutsche Julia Görges mit 6:1, 6:1 ab.

Nadal besiegt Landsmann

Rafael Nadal steht zum sechsten Mal in Folge im Viertelfinale der Australian Open.

Am Sonntag setzt sich der spanische Weltranglisten-Zweite gegen seinen an 18 gesetzten Landsmann Feliciano Lopez souverän mit 6:4, 6:4, 6:2 durch.

"Feliciano ist einer meiner besten Freunde auf der Tour", sagt Nadal nach der Partie. "Aber so ist das Spiel, so ist der Sport. Jeder will gewinnen und so gut wie möglich abschneiden.

Nadal bekommt es nun mit dem Tschechen Tomas Berdych zu tun.

Statistik spricht klar für Nadal

Die Nummer sieben der Setzliste besiegt den an zehn gereihten Spanier Nicolas Almgaro in einer spannenden Partie mit 4:6, 7:6 (5), 7:6 (3), 7:6 (2).

Im Head-to-Head führt Nadal klar mit 10:3. Seit 2006 hat er kein Match mehr gegen den Tschechen verloren, seit neun Spielen ist er unbesiegt.

Federer lässt Tomic keine Chance

Keine Chance hat Australiens Jungstar Bernard Tomic am Sonntag gegen den großen Roger Federer.

Der 19-Jährige, der zuvor unter anderem Alexander Dolgopolov und Fernando Verdasco eliminierte, muss sich dem 16-fachen Grand-Slam-Gewinner mit 4:6, 2:6, 2:6 klar geschlagen geben.

Federer trifft nun im Viertelfinale auf den Argentinier Juan Martin del Potro, der sich gegen den Deutschen Philipp Kohlschreiber mit 6:4, 6:2, 6:1 durchsetzt.

Melzer schlägt Marach

Jürgen Melzer und seine tschechische Partnerin Iveta Benesova besiegen zum Auftakt des Mixed-Bewerbs den Steirer Oliver Marach und dessen spanische Partnerin Nuria Llagostera/Vives mit 6:1 und 7:6 (8).

Im Achtelfinale treffen die Wimbledonsieger 2011 nun auf die als Nummer sechs gesetzte Paarung Sania Mirza und Mahesh Bhupathi aus Indien.

Im Herren-Doppel ziehen die als topgesetzten Bryan-Brüder (USA) mit 6:4, 0:6, 6:2 gegen Fleming/Hutchins (GBR/15) ins Viertelfinale ein.

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