Serena Williams vor 19. Major-Titel im Traumfinale

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Serena Williams könnte am Samstag (09.30 Uhr MEZ/Eurosport) wieder einmal Tennis-Geschichte schreiben.

Die 33-jährige US-Amerikanerin, die als Favoritin in das Finale der mit 28,28 Mio. Euro dotierten Australian Open gegen Maria Sharapova geht, hofft auf ihren sechsten Melbourne-Titel und den insgesamt 19. Major-Triumph. Dann würden ihr nur noch drei Grand-Slam-Siege auf Steffi Graf fehlen.

16:2 für Serena

Und allein beim Blick auf die Statistik besteht kein Zweifel an der Favoritenrolle von Williams. In bisher 18 Begegnungen hat die sechs Jahre jüngere Russin nur zwei Mal gegen Serena gewonnen.

Noch schwerer wiegt der Faktor, dass der bisher letzte Sieg beim Saisonfinale 2004 in Los Angeles erfolgte. Seither hat Williams nicht weniger als 15 Mal en suite gewonnen.

Maria Sharapova will sich nicht erneut gegen Williams geschlagen geben

"Jeder erwartet von mir, dass ich gewinne, aber Maria spielt unglaublich", bemühte sich die US-Amerikanerin, etwas Druck abzugeben. "Sie war bei dem Turnier fast draußen und ist zurückgekommen und hat seither immer besser gespielt."

Legendenbildung geht weiter

Unabhängig vom Ausgang hat sich Williams schon mit dem Finaleinzug die weitere Regentschaft auf dem Tennis-Thron gesichert: Seit Februar 2013 hat sie die Nummer-1-Position inne, während der Australian Open hat sie die 100 Wochen-Marke en suite durchbrochen. Und auch in anderen "Rankings" will sie weiter nach oben.

Gewinnt Williams ihren 19. Grand-Slam-Titel, dann lässt sich auch die US-Legenden Chris Evert und Martina Navratilova hinter sich (je 18). Während Serena Williams bereits ihr insgesamt 23. Grand-Slam-Finale bestreitet (Bilanz: 18:4), hat Sharapova immerhin auch schon ihr zehntes erreicht.

"Mein Selbstvertrauen ist ziemlich groß, weil ich ein Grand-Slam-Finale erreicht habe. Es macht nichts wie schrecklich mein persönlicher Rekord gegen sie ist. Ich werde alles tun, um den Titel zu holen", versprach Sharapova.

Sharapova versucht es mit Lockerheit

Jedenfalls hat Melbourne sein "Traumfinale". Der Angriff der Youngsters, allen voran die vielversprechende Madison Keys (Williams sprach von einer künftigen Nummer eins), wurde noch abgewehrt. Für die French-Open-Siegerin Sharapova geht es bei ihren zwölften Australian Open um den sechsten Major-Erfolg, den zweiten in "down under" nach 2008.

Vielleicht kann Sharapova, die in Runde zwei gegen Landsfrau Alexandra Panowa zwei Matchbälle abgewehrt hatte, als Außenseiterin auch lockerer ins Finale gehen. Und auch mit einer Nuance weniger Aggressivität.

"Ich glaube, ihre Power und ihre Aggressivität haben mich immer ein bisschen zu aggressiv gemacht. Ich wollte zu schnell zu viel", sagte Sharapova rückblickend.

Auch wenn beide Spielerinnen längst Multi-Millionärinnen sind - ein zusätzliches Grinsen könnte der Siegerscheck schon auslösen: Umgerechnet 2,19 Mio. Euro warten auf die Siegerin des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres.

Das Damen-Doppel wurde hingegen schon am Freitag entschieden: Bethanie Mattek-Sands (USA) und Lucie Safarova (CZE) setzten sich im Endspiel gegen Chan Yung-jan/Zheng Jie (TPE/CHN) mit 6:4,7:6(5) durch.

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