Nadal-Aus bei Australian Open

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Überragender Berdych wirft Nadal aus dem Bewerb

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Mit einer Überraschung beginnen die Viertelfinal-Spiele der Herren bei den Australian Open.

Vorjahres-Finalist Rafael Nadal musste sich dem an 7 gesetzten Tomas Berdych mit 2:6, 0:6, 6:7 (5) geschlagen geben.

Der Tscheche, der in Runde zwei den Österreicher Jürgen Melzer aus dem Bewerb warf, lieferte eine Glanzvorstellung ab.

Nadal bleibt ohne Break

66 Prozent seiner ersten Aufschläge fanden ihr Ziel, bei 82 Prozent davon machte er am Ende auch den Punkt. Nadal konnte sich in der gesamten Partie nur vier Breakchancen erarbeiten und nicht einen davon nutzen.

Zudem schlug Berdych bei nur 21 unerzwungenen Fehlern 46 Winner von der Grundlinie.

Nur im Tiebreak flatterten kurz die Nerven, als Nadal beinahe einen 1:5-Rückstand wettmacht.

Berdych entgeht Negativ-Rekord

Für Berdych war es nach 17 Niederlagen in Folge der erste Sieg über Nadal seit beinahe neun Jahren. 

Damit entging er einem Negativ-Rekord, wäre er doch der erste Spieler auf der ATP-Tour gewesen, der gegen denselben Kontrahenten 18 Partien hintereinander verloren hätte.

So konnte der 29-Jährige im Head-to-Head hingegen auf 4:18 verkürzen.

"War heute für den Sieg bereit"

"Ich war heute für den Sieg bereit", meinte ein selbstbewusster Berdych danach bei der Pressekonferenz. "Ich habe einen perfekten Plan ausgearbeitet und habe mich bis zum Ende daran gehalten."

"Ich habe gut gespielt - aber gegen Rafa musst du bis zum letzten Punkt auf dem Posten sein. Er ist einer der größten Spieler aller Zeiten, deshalb muss man von ihm immer erwarten, dass da noch etwas kommt."

Berdych mit Ex-Coach gegen Murray

Berdych bekommt es nun mit Andy Murray, der den Erfolgslauf des australischen Jungstars Nick Kyrgios stoppt.

Der 27-jährige Schotte besiegte den acht Jahre jüngeren Lokalmatador mit 6:3, 7:6 (5), 6:3 und steht damit in Melbourne zum vierten Mal in seiner Karriere unter den letzten Vier. 2010 und 2011 erreichte er jeweils das Endspiel.

"Habe Kyrgios nicht unterschätzt"

"Ich habe seine Matches in den vergangenen 18 Monaten gesehen. Daher habe ich ihn nicht unterschätzt", sagte Murray, der gleich mit hoher Intensität ins Match gestartet ist.

"Ich habe versucht, so stark wie möglich zu beginnen, weil ich weiß, wie gefährlich er ist", sagte Murray noch auf dem Court.

Das Halbfinal-Duell gegen Berdych wird vor allem für Berdychs neuen Coach Dani Vallverdu ein besonderes Erlebnis werden. Vallverdu gehörte früher dem Team des Schotten an und ist immer noch ein guter Freund von ihm.

Sharapova schlägt Bouchard

Das mit Spannung erwartete Viertelfinal-Duell zwischen Maria Sharapova und Eugenie Bouchard in Melbourne verlief eindeutiger als erwartet.

Die 27-jährige Sharapova schlug ihre sieben Jahre jüngere Kontrahentin in nur 78 Minuten klar mit 6:3, 6:2 und steht damit zum siebenten Mal in ihrerer Karriere im Halbfinale der Australian Open.

Sharapova wird immer stärker

Dabei stand die Siegerin von 2008 in der zweiten Runde schon vor dem Aus, als sie gegen ihre russische Landsfrau Alexandra Panovoa zwei Matchbälle abwehren musste. Seitdem läuft es bei Sharapova, die schon vier Mal in Melbourne im Endspiel stand, allerdings.

"Es war wichtig, dass ich einige Kleinigkeiten geändert habe. Jetzt spiele ich auch viele besser und ich bin glücklich darüber, wie es momentan läuft", ist Sharapova mit dem Turnierverlauf zufrieden.

Die Weltranglisten-Zweite bekommt es im Kampf um einen Platz im Endspiel mit Landsfrau Ekaterina Makarova zu tun, die die an drei gesetzte Rumänin Simona Halep überraschend 6:4, 6:0 besiegte.

Peya im Mixed-Viertelfinale

Alexander Peya steht mit seiner Partnerin Andrea Hlavackova im Viertelfinale des Mixed-Bewerbs der Australian Open.

Der 34-jährige Wiener und die 28 Jahre alte Tschechin besiegten am Dienstag die britisch-taiwanesische Paarung Jamie Murray/Hao-Ching Chan mit 3:6, 6:4, 10:5.

Nun gegen Hingis/Paes

Peya/Hlavackova bekommen es nun mit der Schweizerin Martina Hingis und dem Inder Leander Paes zu tun.

Das an sieben gesetzte Duo lässt den Spaniern Anabel Medina Garrigues und Pablo Andujar mit 6:3, 6:1 keine Chance.

Peya ist der letzte rot-weiß-rote Beitrag bei den Australian Open 2015.

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