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Tsonga und Del Potro im Wien-Finale

Jo-Wilfried Tsonga und Juan Martin del Potro bestreiten am Sonntag (13:30 Uhr) das Endspiel der Erste Bank Open in der Wr. Stadthalle.

Der an zwei gesetzte Del Potro kämpfte sich mit einem 6:4, 3:6, 6:4-Erfolg über den südafrikanischen Melzer-Bezwinger Kevin Anderson, die Nummer sechs der Setzliste, ins Finale.

Der topgereihte Tsonga stoppte den Sensationslauf des deutschen Qualifikanten Daniel Brands mit 6:2, 7:6 (4).

Das Endspiel in der Wr. Stadthalle steht am Sonntag um 13:30 Uhr auf dem Programm.

Knapper Sieg für Del Potro

"Es war bis zum letzten Game ein schwieriges Match", atmete del Potro nach dem harterkämpften Sieg gegen den aufschlagstarken Anderson auf.

Als der Südafrikaner bei 4:5 gegen den Matchverlust servierte, versagten dem Österreicher-Schreck (Siege über Haider-Maurer und Melzer) die Nerven.

"Bin immer drangeblieben"

Wie schon im ersten Satz (zum 3:2) genügte del Potro ein Break zum Satzgewinn.

"Ich bin immer drangeblieben, habe auf meine Chance gewartet und diese dann auch genützt. Es bedeutet mir sehr viel, hier im Finale zu stehen."

Zwei Titel (Delray Beach, Estoril) hat Del Potro heuer schon geholt. Sein letzter Final-Einzug in Estoril liegt allerdings schon ein halbes Jahr zurück.

Del Potro sieht sich als Außenseiter

"Dazwischen habe ich aber beinahe nur große Turniere gespielt", verteidigt sich der Gaucho.

Gegen Tsonga sieht sich del Potro als Außenseiter. "Schließlich ist er an Nummer eins gesetzt", lächelt der Weltranglisten-15. "Er spielt in der Halle sehr gut, steht in den Top 10."

Die Statistik spricht allerdings für den 23-jährigen Argentinier, der bislang alle drei Duelle gegen den drei Jahre älteren Tsonga gewann.

Für Tsonga ist es kein Traumfinale

Dementsprechend überrascht war der Franzose von der Aussage seines sonntäglichen Kontrahten: "Das ist nicht fair, mich in die Favoriten-Position zu drängen. Aber wenn er unbedingt will, übernehme ich die Verantwortung", scherzte er.

Auf die leichte Schulter wird der Tennis-Entertainer seinen Gegner aber ganz gewiss nicht nehmen: "Das wird sicher sehr schwierig werden. Ich werde mein Spiel spielen und das Publikum hoffentlich gut unterhalten."

Chancen im zweiten Satz nicht genützt

Mit seiner Leistung gegen Brands war Tsonga durchaus zufrieden. Auch wenn den zweiten Satz lieber etwas schneller beendet hätte.

"Ich habe gut begonnen und bin froh im Finale zu stehen. Im zweiten Satz habe ich bei seinem Service leider viele Möglichkeiten nicht genützt", so Tsonga, der im zweiten Durchgang keinen einzigen Breakball zuließ, allerdings auch keinen seiner insgesamt fünf verwerten konnte.

"In einem Tiebreak weißt du nie, was passiert. Zum Glück ist alles gut gegangen."

Christian Frühwald

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