Aufmacherbild

Sensationelles Nadal-Aus in Runde zwei

Eine faustdicke Überraschung setzte es am Mittwoch in der zweiten Runde von Montreal (2,43 Mio. Dollar)!

Superstar Rafael Nadal musste sich nach seinem Freilos in Runde eins sensationell dem Kroaten Ivan Dodig nach über drei Stunden mit 6:1, 6:7 (5), 6:7 (5) geschlagen geben.

Nadal vergibt Chancen

Im dritten Satz vergab Nadal eine 5:3-Führung, zudem lag der Spanier auch schon im zweiten Satz mit einem Break mit 3:1 voran.

"Zu diesem Zeitpunkt habe ich sehr gut gespielt. Da hätte ich es eigentlich ausmachen müssen", ärgerte sich Nadal über seine vergebenen Chancen.

Dodig: "Man muss aggressiv bleiben"

Für den spanischen Weltranglisten-Zweiten ist es das früheste Ausscheiden bei einem Turnier der ATP-1000-Kategorie seit über drei Jahren. In den ersten fünf 1000er Events in dieser Saison erreichte Nadal zumindest das Finale.

Dodig: "Ich bin einfach drangeblieben und habe gekämpft. Es ist sehr schwer, gegen solche Leute wie Nadal zu spielen. Man muss immmer aggressiv bleiben. Manchmal erlauben sie es nicht, aber heute hatte ich meine Chancen und ich habe sie genutzt."

Nadal wird durch die Niederlage erneut Boden auf den Weltranglisten-Führenden Novak Djokovic verlieren. "Ich kann meinem Gegner nur gratulieren und weiter hart für Cincinnati arbeiten", richtet der Spanier den Blick nach vorne.

Federer bekommt Revanche

Roger Federer bekommt  in Montreal die Chance zur Revanche für seine im Viertelfinale von Wimbledon erlittene Niederlage gegen Jo-Wilfried Tsonga.

Nach einem 7:5, 6:3-Erfolg über den kanadischen Qualifikanten Vasek Pospisil trifft der Schweizer Weltranglisten-Dritte im Achtelfinale erneut auf den französischen Publikumsliebling.

Tsonga (6:3, 7:6 gegen Tomic/AUS) fügte Federer in Wimbledon die erste Niederlage nach 2:0-Satz-Führung zu - nach zuvor 178 Siegen!

"So etwas passiert mir nicht oft"

Zudem gelang Tsonga ausgerechnet hier in Montreal vor zwei Jahren ein ähnliches Kunststück gegen Federer: Damals lag der Schweizer im dritten Satz mit 5:1 voran, ehe er doch noch das Match aus der Hand gab.

"Beide Matches waren nicht normal. So etwas passiert mir nicht oft", kann sich Federer, der am Montag seinen 30. Geburtstag feierte, gut an die Niederlagen erinnern.

Tsonga gibt sich vorsichtig

In sechs Begegnungen waren es übrigens die einzigen Siege von Tsonga gegen Federer. Dementsprechend vorsichtig gibt sich der Franzose.

"Nur weil ich ihn in Wimbledon geschlagen habe, heißt es nicht, dass ich ihn jetzt immer schlage. Er ist immer noch der beste Spieler aller Zeiten. Das wird schwierig werden", weiß Tsonga.

Mehr zum Thema Zum Seitenanfang»